Beginnjahr 2010 Abschlussjahr 2012

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ProjektleiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschHeterogenität, Normalitätsvorstellung, Benachteiligung, Ungleichheit, Pluralität, Differenz, institutionelle Diskriminierung
Abstrakt

Wie unzählige internationale Studien (z. B. PISA, PIRLS, TIMSS) belegen, finden in der Schule Benachteiligungen entlang der Differenzlinien Ethnizität (Migrationshintergrund), sozio-ökonomischer Status, Gender etc. statt. Über die Ursachen gibt es relativ wenig Klarheit. Zum einen werden sie im sozialen, ethnischen oder lingualen Kontext der Schüler/innen gesucht, zum anderen in den institutionellen und gesamtgesellschaftlichen Kontexten. Im Forschungsvorhaben sollen die „Normalitätsvorstellungen“ der Lehrer/innen als handlungsleitendes „Dispositiv“ an der Schnittstellen zwischen „Gesellschaft“ und „Schule“ bzw. „Unterricht“ untersucht werden. In ihnen spiegelt sich sowohl die nationalstaatlich-homogenisierende Formierung als auch die nach Sozialgruppen differenzierende Schultypengliederung wider. Ziel ist es, den Beitrag der strukturellen Vorgaben des österreichischen Schulwesens, und seiner „Abbildungen“ in den „Normalitätsvorstellungen“ der Lehrer/innen, zu den selektiven Wirkungen zu spezifizieren.

ErgebnisseNutzen und Verwendung/Zukunftsperspektiven Auf der inhaltlichen Ebene wird Wissen generiert zu einer Thematik, die bis dato kaum untersucht worden ist. Damit wird ein blinder Fleck beleuchtet und die Basis für ergänzende und vertiefende Anschlussuntersuchungen gelegt. Normalitätsvorstellungen sind ein Thema, das in der Lehrer/innenbildung (allgemein: Aus/Fort/Weiterbildung aller in pädagogischen Berufen Tätigen) den gebührenden Platz einnehmen sollte.
Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Forschungsfragen

Diese Überlegung führt zu den zentralen Fragestellungen dieses Forschungsvorhabens:

-      Was verstehen Lehrer/innen unterschiedlicher Schultypen unter „normaler“ Schülerschaft („normal“ im Sinne von: den Normalitätskonzepten entsprechend)?

-      Wer wird als Mitglied dieser „normalen“ Schülerschaft definiert?

-      Wodurch zeichnet sich solch ein/e Schüler/in aus?

Forschungsdesign

Das „pädagogische Dispositiv“ der Lehrpersonen der verschiedenen Schultypen wir in  einem multimethodischen Setting erforscht:

-      Interviews und Gruppendiskussionen mit Lehrpersonen unterschiedlicher Schultypen

-      Diskursanalysen

Hauptkategorie(n)Verhalten und Persönlichkeit
Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
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