Beginnjahr 2006 Abschlussjahr 2007

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktIn der gängigen Praxis an Hauptschulen unterrichten Lehrer/innen Unterrichtsfächer, in denen sie nicht ausgebildet sind. In manchen Meldungen ist sogar die Rede davon, dass 50 % aller Hauptschullehrer/innen davon betroffen sind (vgl. Der Standard, 6.12.2004). Ziel dieser Studie ist einerseits eine Ist-Analyse für das Bundesland Niederösterreich durchzuführen und andererseits die Sichtweisen der in der Praxis stehenden Lehrer/innen zu erheben. Dabei ist von vordringlichem Interesse, wie die einzelnen Unterrichtsfächer in Bezug auf ungeprüftes Unterrichten bewertet werden, welche Probleme die Lehrer/innen beim Unterrichten in ungeprüften Fächern identifizieren und ob bzw. welche Fort- und Weiterbildungen die betroffenen Lehrer/innen in diesem Zusammenhang planen. Der Verwertungszusammenhang könnte in Grundlagen zur Entwicklung von Angeboten und Curricula für die Aus-, Fort- und Weiterbildung an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule bestehen.Die Fortbildungsangebote der zukünftigen Pädagogischen Hochschule werden sich am europäischen Referenzrahmen für die Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen orientieren. Wie viele Lehrer/innen in Niederösterreich unterrichten in ungeprüften Fächern? Welche Fächer sind wie stark betroffen? Wie viele Stunden und wie viele Schüler/innen betrifft dieser Umstand? Wie werden die verschiedenen Unterrichtsfächer hinsichtlich ihrer didaktischen, methodischen, fachinhaltlichen Komplexität beurteilt? Wie sehen und bewerten Lehrer/innen Unterricht in Bezug auf Professionalität und Qualität? In welchen Fächern werden welche Risiken gegenüber den Schülerinnen und Schülern geortet? Wie unterscheiden sich dabei die einzelnen Fächer untereinander? Welche Vor- und Nachteile aus systemischer Sicht und aus der individuellen Lehrer/innenperspektive ergeben sich aufgrund der gängigen Praxis?
MethodeAufbauend auf einer bereits durchgeführten explorativen Pilotstudie (qualitativ/quantitativ) wird ein Fragebogen entworfen (quantitativ-empirisch). Hauptsächlich geht es um Deskriptivstatistiken, die Darstellung der Ist-Situation, eine differenzierte Beurteilung der einzelnen Fächer. Fallweise werden inferenzstatistische Analysen notwendig sein. Hier können Mittelwertsunterschiede,Varianzanalysen, Korrelations- und/oder Regressionsrechnungen bei der Aufdeckung möglicher Zusammenhänge und Unterschiede helfen. Hermeneutische Darstellung aus der Sicht der Entwicklung einer Argumentationslinie im fachwissenschafltichen und fachdidaktischen Bereich.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenQuantitativ-empirisch: Fragebogen, Hauptschullehrer/innen aus dem Bundesland NÖ, Stichprobengröße ca. 400 Lehrer/innen
Hauptkategorie(n)Schulen und andere Bildungseinrichtungen
Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
Bildungsinhalt (Themenfeld)
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