Beginnjahr 2005 Abschlussjahr 2009

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktDas Projekt "Leseförderung an Berufsschulen" konzentriert sich auf die Lesekompetenzen der BerufsschülerInnnen. Da es um diese schlecht bestellt ist (was seit langem zahlreiche Beobachtungen belegen und neuerdings die PISA-Studie erhärtet!), drängte sich ein längerfristig und auf breiter Basis angelegtes didaktisches Forschungsprojekt auf. Die Lesekompetenz stellt eine unverzichtbare Basiskompetenz für "Lebenslanges Lernen" dar. Daher erscheint es unangebracht 15+Jährige als zu alt für Leseförderungen anzusehen und das Defizitverschulden vorangehenden Schulen zuzuschieben. Die Berufsschule ist jedenfalls gefordert und hat sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten der Leseförderung ihrer SchülerInnen, insbesondere auch der schwächeren, zu widmen.Die für den Berufsschulunterricht zur Verfügung stehende Zeit ist knapp bemessen. Leseförderung kann nicht in zusätzlichen Trainingseinheiten erfolgen, es muss vielmehr in jedem Berufsfeld und möglichst in jedem Unterrichtsgegenstand Beachtung finden: Mathematische Textaufgaben müssen genauso gelesen und verstanden werden wie Artikel im Fach "Politische Bildung" oder Grafiken und Diagramme im Werkstättenunterricht. Voraussetzung, dass daran kontinuierlich gearbeitet wird, sind entsprechend ausgebildete LehrerInnen. Zielgruppen für das Forschungsprojekt sind neben den Lehrlingen somit auch die LehrerInnen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Lesefähigkeiten der BerufsschülerInnen nachhaltig zu verbessern sowie die LehrerInnen in ihrer Tätigkeit zu professionalisieren.
MethodeUnterrichtsbeobachtungen mittels Beobachtungsbogen, SchülerInnenselbsteinschätzungsbögen, mündliche Interviews mit den teilnehmenden Studierenden und aktiven LehrerInnen, Selbseinschätzungsbögen für die Studierenden und LehrerInnen in Bezug auf ihre Professionalisierung.
Ergebnisse* Eine Vielzahl von Aufgaben sind im Zuge des Projekts entstanden (vor allem als Teil von Diplom- bzw. Bachelorarbeiten). * Eine Auswahl an Aufgaben sind für BerufsschullehrerInnen und Interessierte auf einer Internetplattform zugänglich. * Einige Aufgaben sind dem Zwischenbericht über das Forschungsprojekt "Leseförderung an Berufsschulen" beigefügt, der im Juni 2007 dem BMUKK vorgelegt wurde. * Einzelne Aufgaben werden in wissenschaftlichen Publikationen dargestellt und diskutiert.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenDie Mitarbeit in dem Forschungsprojekt zur "Leseförderung an Berufsschulen" befähigt StudentInnen und aktive LehrerInnen Leseaufgaben zu entwickeln und diese sowohl für diagnostische als auch für förderliche Ziele im Rahmen „normaler“ Unterrichtseinheiten einzusetzen und zu evaluieren. Die wiederholten Evaluationen tragen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität bei: * SchülerInnen werden in ihren Lesebemühungen genau beobachtet, ihre Reaktionen werden festgehalten, ihre Schwierigkeiten analysiert sowie didaktische Hilfestellungen angeboten. * Studierende und Lehrende perfektionieren ihre diagnostischen Fähigkeiten, lernen guten wie schwachen LeserInnen gerecht zu werden, didaktisch sensibel zu reagieren, mit Heterogenität professionell umzugehen, sich an Lernergebnissen zu orientieren.
Publikationen (+ link zum OBV)
  • Wieser, Ilsedore ; Schaffenrath, Maria : Aufgabenentwicklung als Beitrag zur Professionalisierung : - In: Aufgaben als Katalysatoren von Lernprozessen / Josef Thonhauser (Münster [u.a.]), S. 219 - 240
    Link zum Bibliotheken Verbund
  • Schaffenrath, Maria,133896765 : Kompetenzenorientierte Berufsschullehrerbildung in Österreich : das Lernaufgabenprojekt als Innovationsmotor. - Bielefeld : WBV, 2008. - ISBN:ISBN-10: 376393409X.ISBN:978-3-7639-3409-6.
    Link zum Bibliotheken Verbund
Hauptkategorie(n)Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
Schulen und andere Bildungseinrichtungen
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