Beginnjahr 2009 Abschlussjahr 2012

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschBegabung, Begabungsforschung, Potentialentwicklung
Abstrakt

 

ZIEL des institutsübergreifenden Forschungsprojektes ist es, den bisherigen Begabungsbegriff kritisch zu hinterfragen und sich der Erfassung von Begabungpotentialen von Kindern und Jugendlichen über strukturierte Beobachtungstätigkeit forschend zu nähern.

Individuelle Besonderheiten des Erlebens und Herangehens an Herausforderungen des Lebens zu erkennen, ist auch ein Auftrag, dem sich die Pädagogische Diagnostik vor allem im Rahmen der Positiven Psychologie über das Paradigma der Stärkenorientierung verpflichtet fühlt. So sehen auch DAHLSGAARD, SELIGMAN und PETERSON (2005) Tugenden und Charakterstärken von Menschen als wesentliche Kerneigenschaften gelingenden menschlichen Lebens und menschlicher Entwicklung, sie werden nicht nur von Moral- und Religionsphilosophen in dieser Sichtweise unterstützt. Die Autoren beschreiben in ihrer Inventory Skale 6 Dimensionen (Weisheit und Wissen, Tapferkeit, Menschlich-keit, Gerechtigkeit, Mäßigung und Transparenz in VIA-IS: Values-in-Action Inventorry of Strengths nach Peterson & Seligmann), die als innere Determinanten das „gute Leben“ grundlegen sollen und interessante Ausgangspunkte für die geplanten Forschungsaktivitäten bieten.

Auch FERRE LAEVERS (2009) definiert zwei Schlüsselbegriffe, die für eine optimale Entwicklung von Kindern entscheidend sein sollen: das seelische und körperliche Wohlbefinden sowie die Engagiert-heit, mit der Kinder ihre Welt entdecken. Die Engagiertheit eines Kindes, zu deren Erfassung die Leuvener Engagiertheits-Skala für Kinder (LES-K) entwickelt wurde, lässt sich auch über den Zustand eines Flow- Erlebnisses beobachten und drückt das kindliche Interesse an einer Tätigkeit aus, was wiederum auf spezifische Potentiale schließen lassen und im Weiteren dann Ansatzpunkte für gezielte Förderung bieten könnte.

MethodeIm Rahmen eines qualitativen Forschungsansatzes werden in einer ersten Klasse Volksschule seit Dezember 2010 systematisch Beobachtungen durchgeführt. Einzelne Kinder betreffende Gedächtnis-protokolle der ins Forschungsprojekt involvierten Klassenlehrerin (teilnehmende Beobachtung) werden von ihr persönlich täglich in ein Diktiergerät gesprochen und stellen das zentrale Forschungs-instrument zur Datenerhebung dar. Die anfangs offene Beobachtungsform wird mit fortschreiten-dem Erkenntnisgewinn in eine teilstrukturierte, kriterienorientiertere Form überführt. Videografien dienen als ergänzendes Datenerhebungsmittel. Parallel zur Datenerhebung werden die transkribierten Beobachtungsdaten einer qualitativen Analyse unterzogen und in regelmäßigen Arbeitsteamsitzungen zusammengeführt und diskutiert.
ErgebnisseDerzeit befindet sich das Projekt in der Phase der Datenaufbereitung und – auswertung. Auf der Suche nach Signalen zeigen sich erste interessante Aspekte hinsichtlich individueller Besonderheiten der Kinder, die es im weiteren Schritt einzuordnen und zu interpretieren gilt. Als wichtige Komponente erweist sich auch der Blick der Lehrerin, der wie erwartet in der Komplexität all seiner Subjektivität einen wesentlichen Katalysator im Hinblick auf die Kriteriums-ermittlung darstellt. Die Tonband- und Videoaufzeichnungen sollen weitere Aufschlüsse geben.
Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Im Zentrum der Forschungsaktivitäten setzen wir uns mit der Frage auseinander, welche Wesens- und Verhaltensmerkmale bei Schulanfängern und Schulanfängerinnen identifiziert werden können, die im Kontext ihrer persönlichen Potentialentwicklung zu  interpretieren sind.


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