Beginnjahr 2007 Abschlussjahr 2008

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Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktSchwerpunkt der Untersuchung ist die Frage, welche Faktoren dazu führen, dass Jugendliche bildungsfern werden, also über höchstens Pflichtschulabschluss verfügen und keine weiterführenden Ausbildungen besuchen beziehungsweise diese abbrechen. Im Vorfeld der Befragung wurden von der Universität Linz Tiefeninterviews mit bildungsfernen Jugendlichen durchgeführt. Die Erkenntnisse aus diesen qualitativen Befragungen und die Ergebnisse bereits vorliegender anderer Studien dienten der Erarbeitung des Fragebogens.
ErgebnisseEs zeigt sich, dass die soziodemographischen Merkmale Muttersprache, Bildungsniveau der Eltern und Wohnregion der Jugendlichen einen entscheidenden Einfluss auf das Bildungsverhalten der Jugendlichen ausüben. Diese Merkmale und auch das Bildungsverhalten stehen in engem Zusammenhang mit der Freizeitgestaltung, der Art der Informationsbeschaffung, dem Entscheidungsverhalten und dem Ausmaß der Unterstützung von Freunden und Angehörigen, die Jugendliche erfahren. Wesentlich erhöht wird das Risiko, bildungsfern zu werden, wenn Jugendliche ihre Wunschausbildung nicht ergreifen können und ihre Ausbildung abbrechen. Auch lässt sich zeigen, dass bildungsferne Jugendliche mit allen Aspekten des täglichen Lebens signifikant unzufriedener sind als bildungsnahe Jugendliche.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenMithilfe einer geschichteten Stichprobe aus der Mitgliederdatenbank der Arbeiterkammer Oberösterreich und dem Adressenmaterial von 15- bis 24-jährigen Jugendlichen, die beim Arbeitsmarktservice Oberösterreich gemeldet sind und über höchstens Pflichtschulabschluss verfügen, konnten 1.343 auswertbare Fragebögen rekrutiert werden, von denen 384 bildungsferne Jugendliche betreffen. Damit ist eine Gegenüberstellung von bildungsfernen und bildungsnahen Jugendlichen möglich. Durch diesen Vergleich ist gewährleistet, dass signifikante Unterschiede zwischen den beiden Beobachtungsgruppen eruiert werden und Gründe für divergierendes Bildungsverhalten determiniert werden können.
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