Beginnjahr 2008 Abschlussjahr 2012

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktDas Entwicklungs-und Evaluierungsprojekt hat das Ziel CLIL ab der ersten Schulstufe im Ausmaß von drei bis fünf Wochenstunden auf der Grundstufe 1 zu implementieren, die daraus resultierenden methodisch-didaktischen Änderungen zu evaluieren und zu entwickeln sowie die Erstellung entsprechender Materialien zu unterstützen. CLIL, das derzeit noch in einer Bandbreite von "Sprachduschen" bis zu immersionsähnlichen Programmen zu finden ist, wird von der Europäischen Kommission forciert, und europaweit werden CLIL-Kurse und CLIL Konferenzen angeboten. Da sich Entscheidungsträger/innen in Wirtschaft, Politik und Elternschaft darüber einig sind, dass Fremdsprachenkenntnisse in unserer heutigen globalisierten Welt unverzichtbar sind, und die neurobiologische Hirnforschung herausgefunden hat, dass Kinder auch in der Lage wären, drei Sprachen auf einmal zu lernen, kommt der vorliegenden mehrjährigen Begleitstudie insofern eine vielleicht wegweisende Bedeutung zu, da sie sich mit der Implementierung von inhaltsorientierter Spracharbeit in der Volksschule beschäftigt und beweisen möchte, dass die Fremdsprache cross-curricular einsetzbar ist, dass Kinder auch konzeptuell Neues durch die Fremdsprache lernen können und so kognitiv auf einer inhaltlichen Ebene gefordert werden, dass sie dadurch ihre Lernstrategien verändern und tatsächlich in zwei Sprachen lernen – in der Erstsprache und in der Fremdsprache (so Deutsch ihre Erstsprache ist).Zentraler Aspekt des Projektes ist es, sich damit auseinanderzusetzen, wie ein cross-curricularer Ansatz in der Fremdsprache von der Klassenlehrerin ohne eine Kürzung des Bildungsangebotes durchgeführt werden kann, wie es der österreichische Volksschullehrplan vorsieht. In der Umsetzung und Durchführung versteht sich das Projekt als systematischer Bestandteil des Lehrganges "Englisch im Gesamtunterricht der Grundschule- CLIL" unter dem Fokus des Wahrnehmungs- und Kompetenztrainings von Lehrgangsteilnehmern und -teilnehmerinnen. Die Mitwirkung der Studierenden am Projekt kann gleichzeitig die Grundlage für eine Projektarbeit bilden. Hinsichtlich der Materialentwicklung soll in einem im Herbst 2008/09 beginnenden Projekt mit der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (Schweiz) eine Forcierung dieses Bereichs stattfinden. Eine Ausweitung des Projektes auf eine größere Probandinnenzielgruppe ist mit September 2009/10 vorgesehen.
MethodeWas die Methodenfrage anlangt, herrscht in der Fachliteratur ziemliche Einmütigkeit (vgl. KUNZE & MEYER 1999, 14f.; WITTENBRUCH 2003a, 15; BRENK 2003, 25f.; VORSMANN & WITTENBRUCH 1997, 64-69 und 75-80). Das Projekt stützt sich neben quantitativen Verfahren, die vor allem der Erhebung und Auswertung soziologisch relevanter Daten dienen, vor allem auf qualitative Forschung (vgl. KUNZE & MEYER 1999, 14f.; VORSMANN & WITTENBRUCH 1997, 64). Die Eckpunkte der qualitativen Forschung sind (vgl. VORSMANN & WITTENBRUCH 1997, 68f.): • Differenzierte Verfahrensdokumentation • Argumentative Interpretationsabsicht • Regelgeleitetes, überprüfbares Vorgehen • Nähe zum Gegenstand (Schule, Unterricht) • Gleichberechtigte Kommunikation zwischen Lehrer/inne/n und Forscher/inne/n („kooperativer Dialog“). Folgende Untersuchungsverfahren kommen zum Einsatz (vgl. VORSMANN & WITTENBRUCH 1997, 75-80): a) Erhebungen b) Befragungen • Schüler/innenfragebogen • Lehrer/innenfragebogen c) Unterrichtsbeobachtungen d) Inhaltsanalysen e) Interviews. Dieses Methodenensemble hat den Vorzug, dass nicht nur die Lehrer/innen in den Forschungsprozess mit einbezogen werden können, sondern auch die Schüler/innen. Damit sollte es möglich sein, auch einen Evaluierungseffekt im Sinne der Überprüfung der Übereinstimmung oder Diskrepanz zwischen den Bildungsintentionen der Lehrer/innen und den Interessen und Wirkungen auf Seiten der Schüler/innen zu erzielen.
Mit den Themen des Projekts weitersuchen