Beginnjahr 2006 Abschlussjahr 2006

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Personen

ProjektleiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschAusbildungsbedarf
AbstraktDer Europäische Rat hat im März 2000 in Lissabon das Ziel aufgestellt, die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, haben die Staats- und Regierungschefs nicht nur einen tief greifenden Umbau der europäischen Wirtschaft sondern auch ein ehrgeiziges Programm zur Modernisierung der Bildungssysteme verlangt. Im Jahr 2002 haben sie festgelegt, dass Europa bis zum Jahr 2010, was die Qualität seiner Bildungssysteme angeht, weltweit führend sein sollte. Um dies zu erreichen, muss die allgemeine und berufliche Bildung in Europa grundsätzlich umgestaltet werden. Diese Umgestaltung wird in jedem Land entsprechend den nationalen Rahmenbedingungen und Traditionen stattfinden müssen und sie wird durch die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten auf europäischer Ebene vorangetrieben- vor allem dadurch, dass Erfahrungen ausgetauscht werden, dass an gemeinsamen Zielen gearbeitet wird und dass man von dem, was woanders gut funktioniert, lernt.Zur überstaatlichen Koordination dieser Bestrebungen wurde eine triennales Berichtswesen für die Beurteilung der Fortschritte und weiterer Empfehlungen implementiert. Im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs 2006 hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Univ.Ass. Mag. Dr. Christian Kraler und Univ.Prof. Dr. Michael Schratz (Institut für Lehrer/innenbildung und Schulforschung, Universität Innsbruck) mit einer alternativen Auswertung der triennalen nationalen Berichte 2005 für den Ministerratsgipfel (März 2006, Wien) beauftragt. Ziel ist, die Berichte mit systemischen, computerunterstützten Forschungsmethoden im Hinblick auf thematische Wechselwirkungsprozesse und mögliche Musterwechsel zu analysieren. Damit sollen insbesondere bildungspolitisch durchführbare Vorschläge zur Realisierung der übergeordneten EU-weiten Ziele (Erhöhung der Qualität und Wirksamkeit der Bildungssysteme in der EU, leichterer Zugang zur allgemeinen und beruflichen Bildung für alle, Öffnung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung gegenüber der Welt) gefunden, aufbereitet und im Rahmen eines "high-level group meetings" (8.12. 2005, Salzburg) bzw. des EU-Ministerrats (März 2006) vorgestellt werden.
MethodeAufgrund der besonderen Anlage der nationalen Berichte wird die systemische Analyse mittels spezieller computerunterstützter qualitativer und quantitativer Forschungsverfahren durchgeführt. Insbesondere kommen Grounded Theory, Zirkuläre Dekonstruktion, Qualitative Inhaltsanalyse, Clusteranalyse und Relevanzanalyse zum Einsatz. Ein zentrales Moment stellt zudem die (vom Auftraggeber gewünschte) didaktische Aufbereitung der komplexen EU-internen Wechselwirkungsprozesse des Beitrags der Zwischenberichte zur allgemeinen und beruflichen Bildung zur Lissabon-Strategie dar.
Hauptkategorie(n)Bildungstheorie (Themenfeld)
Informationsquellen
Verhalten und Persönlichkeit
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