Beginnjahr 2002 Abschlussjahr 2003

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ProjektleiterInnen+Ansprechpersonen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktObwohl die Dyskalkulie in letzter Zeit verstärkt ins Blickfeld der pädagogischen Öffentlichkeit rückt, liegen kaum neue Forschungsergebnisse vor. Über die Anzahl der von Rechenschwäche betroffenenen Kinder differieren die Angaben zwischen 2% und 15%. Anhand eines Fragebogens soll daher die Anzahl der von den jeweiligen Lehrern/innen in ihrer Klasse vermuteten Kinder mit Rechenschwäche bzw. die Art und der Umfang der jeweiligen Störung erhoben werden. Diese Fakten sollen mit den Ergebnissen eines Rechentests in Beziehung gesetzt werden. Dazu wird ein einfach zu handhabendes Instrumentarium zur Identifizierung rechenschwacher Kinder auf der Grundstufe I entwickelt, normiert und standardisiert. Der Test für die Hand der Lehrer/innen soll dazu beitragen, dass rechenschwache Kinder möglichst frühzeitig erkannt und gefördert werden können.Sowohl für die Förderung als auch für präventive Maßnahmen bedarf es informierter und kompetenter Lehrer/innen. Mit Hilfe eines weiteren Fragebogens wird daher erhoben, wie weit von Seiten der Lehrer/innen zum Bereich Dyskalkulie ein Problembewusstsein gegeben ist, wie es um den Wissensstand bestellt ist bzw. ob und in welchen Teilbereichen ein Bedarf an Information sowie Angeboten zur Weiterbildung gegeben ist. Da ein großes Informationsdefizit zu vermuten ist und insgesamt Bedarf an wissenschaftlich relevanter Auseinandersetzung zum Bereich Dyskalkulie zu orten ist, soll im Rahmen eines Symposiums, bei dem auch die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes präsentiert werden, der derzeit aktuelle Wissensstand referiert und auch diskutiert werden. Daneben gibt es Angebote zu Prävention und Förderung (bezogen auf die bei der Erhebung geäußerten Bedürfnisse) in Form von Workshops.
MethodeEntwicklung des Instrumentariums für die Voruntersuchung, Erprobung des Instrumentariums und Auswertung der Ergebnisse, Itemanalysen, Weiterentwicklung des Instrumentariums für die Hauptuntersuchung, Durchführung und Auswertung der Haupteichuntersuchung, Normierung, Standardisierung und Validierung des Tests; Auswertung der Fragebogenerhebungen; Vorbereitung, Organisation und Durchführung eines Symposiums über Rechenschwäche/Dyskalkulie; Publikation der Forschungsergebnisse sowie anderer relevanter Beiträge zum aktuellen Stand der Dyskalkulieforschung.
ErgebnisseDie Fragebogenerhebungen wurden durchgeführt und ausgewertet. Die Eggenberger Rechentests (ERT) 1+ und 2+ wurden entwickelt, normiert und validiert und liegen für Ende 1., Anfang 2. Schulstufe bzw. Ende 2., Anfang 3. Schulstufe vollnormiert vor. Aus den Testergebnissen sind bereits erste Förderansätze ableitbar. Ein Symposium über Rechenschwäche/Dyskalkulie mit Referenten/innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz fand von 13. bis 15. November 2003 am Pädagogischen Zentrum in Graz-Eggenberg statt. Im Vorfeld des Symposiums wurde eine 256 Seiten starke Publikation bei Leykam, Graz, herausgegeben.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenLehrer/inneneinschätzung mit Nennung der von ihnen als rechenschwach vermuteten Kinder sowie Beschreibung der vermuteten Auffälligkeiten: Fragebogenerhebung; Klassenlehrer/innen der untersuchten Klassen aus verschiedenen Schulbezirken. Ermittlung von Informationsstand und Bedarf an Weiterbildung etc.: Fragebogenerhebung; Grundschullehrer/innen aus verschiedenen Schulbezirken. Rechentest (Klassenscreening) zur möglichst frühzeitigen Erkennung einer Rechenschwäche: Klassen Ende 1., Anfang und Ende 2. sowie Anfang 3. Schulstufe aus mindestens vier steirischen Schulbezirken (N = je 200).
Publikationen (+ link zum OBV)
  • Rechenschwäche, Rechenstörung, Dyskalkulie : Erkennung, Prävention, Förderung. - Graz : Leykam, 2003. - ISBN:3-7011-7478-4.
    Link zum Bibliotheken Verbund
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