Beginnjahr 2005 Abschlussjahr 2006

Institutionen

durchführende Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktDer Schuleingangsbereich ist jener Bereich, in dem in den letzten Jahren die meisten Veränderungen stattgefunden haben. Die derzeit in den ersten Klassen anzutreffende Vielfalt der Kinder mit unterschiedlichsten Voraussetzungen und Bedürfnissen überfordert die meisten LehrerInnen, die zwar versuchen, ihr Bestes zu geben, aber doch merken, dass einige ihrer Kinder hoffnungslos überfordert bzw. auch gelangweilt unterfordert sind. Im Zuge dieses Pilotprojektes sollen einerseits Diagnosemöglichkeiten für den Schuleingangsbereich erprobt bzw. entwickelt werden, andererseits aber auch sinnvolle strukturelle Maßnahmen zur rechtzeitigen Erkennung und Förderung von Kindern, bei denen relevante Vorläuferfähigkeiten für den Schriftspracherwerb bzw. für Mathematik noch nicht altersadäquat entwickelt sind, erprobt und evaluiert werden. Es werden in den Versuchsklassen bereits in den ersten Schulwochen Klassenscreeningverfahren eingesetzt.Jedem Gruppenverfahren (insbesondere im Schuleingangsbereich, wo schriftliche Verfahren ja ohnedies nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden können) sind aber naturgemäß auch Grenzen gesetzt. Daher sollen auch Vorschläge für eine vertiefende Einzeldiagnose für die beim Klassenscreening auffälligen Kindern erstellt und erprobt werden. Anschließend sollen individuelle Förderkonzepte entwickelt und in unmittelbarer Kooperation mit den Klassenlehrern/innen umgesetzt werden. Dabei sollen situationsangepasst unterschiedliche Formen der organisatorischen Umsetzung der Fördermaßnahmen erprobt und evaluiert werden, weiterführende Empfehlungen für die zweite Schulstufe sollen ebenfalls abgeleitet werden. Das Pilotprojekt wird im Schuljahr 2005 / 06 in den ersten Klassen an drei bis vier Schulen durchgeführt und wird im Rahmen dieses Forschungsprojektes wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
MethodeDurchführung der Klassenscreenings, Auswertung, vertiefende Diagnose bei den in den Screenings auffälligen Kindern, erste Rückmeldungen und Empfehlungen an die Klassenlehrer/innen. Entwicklung von individuellen Förderkonzepten, diagnosegeleitete Umsetzung, Einsatz und Erprobung jeweils angemessener organisatorischer Formen der Umsetzung: beratende Unterstützung der Klassenlehrer/innen, integrative Förderarbeit, Kleingruppenförderung, Instruktion einer außerschulischen Bezugsperson, bei Bedarf auch Einzelförderung, Dokumentation und Evaluation der Fördermaßnahmen, Überprüfung von Effekten durch die getätigten Treatments, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse.
ErgebnisseFrühzeitiges Erfassen von Entwicklungsrückständen, Evaluierung der Einsetzbarkeit von Klassenscreening-Instrumenten, Entwicklung von Anleitungen für eine vertiefende Einzeldiagnose, Erarbeitung individueller Förderangebote, Erprobung organisatorischer Formen der Umsetzung, Evaluation des Pilotprojektes.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenKlassensreenings: Barth, K. / Gomm, B. (2004): Gruppentest zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten, Ernst Reinhardt Verlag sowie Lenart, F. / Holzer, N. / Schaupp, H. (in Entwicklung): Gruppenverfahren zur Früherkennung von Kindern, deren mathematische Vorläuferfähigkeiten noch nicht altersadäquat entwickelt sind. Zur Evaluierung: Landerl, K. / Wimmer, H. / Moser, E. (1997): SLRT. Salzburger Lese- und Rechtschreibtest, Verlag Hans Huber sowie Schaupp, H. / Holzer, N. / Lenart, F. (2006, in Vorbereitung): Eggenberger Rechentest (ERT 1+), Diagnostikum Dyskalkulie für die Primarstufe I, Verlag Hans Huber, Hogrefe AG.
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Hauptkategorie(n)Evaluation und Beratung
Bildungspolitik und Bildungsverwaltung
Sonderpädagogische Förderung (Themenfeld)
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