Beginnjahr 2003 Abschlussjahr 2004

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktSeit 1997 bietet das Religionspädagogische Institut der Erzdiözese Wien Fortbildungsseminare zu und über „Offene Lernformen“ auch in Zusammenarbeit mit dem Religionspädagogische Institut der Erzdiözese Wien an. Studientage mit Vertretern/innen der Universitäten zeigen immer wieder den Wunsch auf, diese pädagogischen Methoden wissenschaftlich zu verankern. Da im Rahmen der Hochschulwerdung der Religionspädagogischen Institute das Forschen noch stärker in den Blickmittelpunkt gerückt ist, wurde das Forschungsprojekt „Offenes Lernen im Religionsunterricht“ im Januar 2003 gestartet. Eine erste Evaluation erfolgt durch einen Fragebogen, der die Praxis des Offenen Lernens und die damit verbundenen Erfahrungen von Lehrern/innen im Bereich der Allgemein bildenden Pflichtschulen und der Allgemein bildenden höheren Schulen erheben soll. Offenes Lernen soll auf den Prüfstand gehoben werden. Verbreitungsgrad und Häufigkeit des Einsatzes von OL, Lernangebote, Selbst- und Sozialkompetenz, Sach- und Methodenkompetenz werden untersucht. Thesen zum OL, die sich aus Vor- und Urteilen der letzten Jahre herauskristallisiert haben, sollen überprüft werden. Die Thesen beziehen sich auf Fragen nach dem vermittelten Inhalt, der Disziplin, der geänderten Lehrer/innenrolle, der Kompatibilität von Inhalt und Methode, der Zumutbarkeit in der Durchführung usw.
MethodeMultivariate Varianzanalyse
ErgebnisseDie Rückmeldungen der Religionslehrer/innen lassen ein realistisches, wenngleich subjektives Bild des OL erkennen. Weitgehend wird dem OL eine hohe Effektivität zugesprochen, doch auch Problemfelder und Grenzen werden aufgezeigt. So wird unter anderem betont, OL sollte wegen möglicher Sättigungseffekte "nicht zu exzessiv praktiziert" werden. In der Praxis wird eine sinnvolle Verschränkung von angeleitetem und offenem Unterricht angemessen sein, wobei auf die konkrete Beschaffenheit der OL-Materialien (kognitives Niveau, Qualität der inhaltlichen Impulse) zu achten ist.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenVon 511 versandten Fragebögen konnten 138 ausgewertet werden. Prof. Bucher von der Universität Salzburg hat sowohl die Auswertung als auch die Interpretation der Ergebnisse vorgenommen.
Hauptkategorie(n)Bildungstheorie (Themenfeld)
Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
Bildungsinhalt (Themenfeld)
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