Beginnjahr 1997 Abschlussjahr 1999

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Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktSeit 1983 besuchen alle Kinder in Österreich die "Verbindliche Übung: Lebende Fremdsprache". Es lernen schätzungsweise 97% die Fremdsprache Englisch. Seit Beginn des Schuljahres 1994 gab es weitere Schulversuche zum Fremdsprachenunterricht an der Volksschule: (1) An Volksschulen ist schulversuchsweise der Unterricht in Lebender Fremdsprache als Verbindliche Übung ab der 1. Schulstufe ohne Erhöhung der Gesamtwochenstundenzahl in der Grundschule während der Schuljahre 1994/95 bis 1997/98 zu erproben (16. Schulorganisationsgesetz-Novelle, Bundesgesetzblatt Nr. 642, 19. August 1994. Mit dem 1. September 1988 wurde Englisch ab der 1. Klasse (mit einem Übergangszeitraum) verpflichtend eingeführt. Die Qualität der Ausbildung zukünftiger VolksschullehrerInnen an Pädagogischen Akademien ist in hohem Maß davon abhängig, inwieweit es gelingt, auf Veränderungen im Schulwesen zu reagieren. Konzepte der Aus- und Fortbildung sollten auf empirischen Grundlagen fußen, die die Basis für die Weiterentwicklung des Englischunterrichts an österreichischen Volksschulen bilden können.Folgende Fragen sollen durch das Projekt beantwortet werden: - Beeinträchtigt das Erlernen einer Fremdsprache den Alphabetisierungsprozeß? - Welche Anforderungen stellt der Fremdsprachenunterricht in der Grundstufe 1 an LehrerInnen? - Welche zeitlichen Rahmenbedingungen erweisen sich als günstig? - Welche Methoden und Inhalte sind Kindern dieser Altersstufe besonders angemessen? - Über welche Lernstile und -strategien verfügen Kinder dieser Altersstufe in besonderem Maße?
MethodeFolgende Methoden kommen im Sinne der Handlungsforschung zur Anwendung: - Schriftlich festgehaltene Beobachtungen im Unterricht als Grundlage für die nach dem Unterricht stattfindenden Gespräche - Video- und Audioaufzeichnungen von Unterricht - Transkriptionen von Unterricht - Interviews mit Lehrern und Lehrerinnen und mit Schüler und Schülerinnen.
ErgebnisseEs gibt keine Beeinträchtigung des Alphabetisierungsprozesses.Auf Grund von Unterrichtserfahrungen in ersten Klassen und kontinuierlicher Unterrichtsmitschau in zwei Klassen kann festgestellt werden, dass sich die Zeitrahmen nach den methodisch-didaktischen Erfordernissen und der Motivation und Aufnahmefähigkeit der Kinder richten sollen. Eine exakte Vorgabe eines fixen Zeitrahmens scheint pädagogisch kontraproduktiv.
Hauptkategorie(n)Bildungsinhalt (Themenfeld)
Schulen und andere Bildungseinrichtungen
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