Beginnjahr 2002 Abschlussjahr 2003

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AbstraktDie vorliegende Studie stellt eine schulinterne Selbstevaluation der Montessoriklassen der Grundstufe 2 an der Übungsvolksschule der Pädagogischen Akademie der Diözese Graz-Seckau dar.Im Juni 2003 wurden Schüler/innen der 4. Klasse. (1), Absolventen/innen am Ende des ersten Schuljahres in der weiterführenden Schule (2) sowie deren Eltern (3) mittels Fragebogen zu folgenden Bereichen befragt: Erfahrungen mit und Einstellung zur Freiarbeit (1/2/3) sowie Übertritt von der Volksschule in die weiterführenden Schulen (2/3).
MethodeAls sehr wichtige Bereiche, auf die in der Montessoriklasse des eigenen Kindes besonderer Wert gelegt wurde, werden an vorderster Stelle dynamische Fähigkeiten (Selbständigkeit, Einhalten von Regeln, Persönlichkeitsförderung, Kommunikations-, Problemlösungs- sowie Konfliktfähigkeit) genannt.
ErgebnisseEtwa 60% der Eltern meinen, Freiarbeit sei in ihrer Bedeutung dem Klassenunterricht gleichzusetzen. 40% der Befragten halten den Klassenunterricht in jedem Fall für wichtiger als die Freiarbeit. Der überwiegende Teil der Eltern ist der Überzeugung, Freiarbeit hätte ihrem Kind als „Unterrichtsform“ ideal entsprochen. Vereinzelt gibt es gegenteilige Aussagen. Insgesamt etwa 60% der Absolventen/innen geben an, in den ersten Wochen in der neuen Schule kaum Schwierigkeiten gehabt zu haben. Interessanterweise sind es sogar etwa 85% der Eltern, die meinen, dass das Kind mit den Anforderungen, die in Verbindung mit dem Schulwechsel standen, gut zurecht gekommen sei. 75% der Kinder meinen, durch die Übungsvolksschule gut auf die neue Schule vorbereitet worden zu sein. Für die Fächer Mathematik und Sachunterricht liegt die Zustimmung der Eltern bei 90% und 100%. Fragen nach dem aktuellen Arbeitsverhalten und Arbeitstechniken zeigen sowohl bei der Eltern- als auch bei der Schüler/innenbefragung ein divergierendes Bild, wobei die Ergebnisse tendenziell im wünschenswerten Bereich liegen.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenInsgesamt wird die Freiarbeit vom überwiegenden Teil der befragten Schüler/innen wie auch Eltern positiv beurteilt. Es scheint aber vereinzelt Kinder zu geben (darauf weisen vor allem die Ergebnisse der Absolventen/innenstudie hin), für die die Freiarbeit nicht die optimale Arbeitsform zu sein scheint. Hier wäre es lohnenswert in weiteren Forschungsbemühungen - eventuell in Form von Einzelfallstudien - die Erfahrungen dieser speziellen Schüler/innengruppe mit Freiarbeit zu explorieren. Die Freiarbeit wird von den Schülern/innen sowohl für Übung als auch für die Erarbeitung neuer Sachverhalte genutzt, wobei insgesamt scheinbar mehr die Übung im Vordergrund steht. Interessant erscheint, dass auf die Frage, welche Aspekte der Freiarbeit besonders gefallen haben, bei den Absolventen/innen das Nicht-immer-still-sitzen-müssen mit über 90% an erster Stelle steht, während dieser Aspekt für die Viertklasser/innen mit etwa 32% an letzter Stelle rangiert. Im Vergleich zwischen Freiarbeit und Klassenunterricht schneidet die Freiarbeit bei beiden Schüler/innengruppen hinsichtlich emotionaler Aspekte des Wohlfühlens und sich Freuens besser ab. Der Klassenunterricht wird hingegen eindeutig als anstrengender und langweiliger erlebt. Der Leistungsdruck sei dort stärker, man habe aber auch mehr gelernt. Die Elternbefragung erbringt als dominierende Beweggründe für die Wahl der Übungsvolksschule den dort praktizierten, zeitgemäßen und pädagogischen Erkenntnissen entsprechenden Unterricht sowie den guten Ruf der Lehrer/innen. Am Schulleben besonders gut gefallen haben rückblickend die Schullandwoche, der Klassenunterricht sowie Projektarbeit und projektorientierter Unterricht. Freiarbeit hat zwar etwa 60% besonders gut und weiteren 25% gut gefallen, es gibt aber auch je eine Person, der sie eher nicht oder gar nicht gefallen hat.
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