Beginnjahr 2008 Abschlussjahr 2009

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktVor dern Hintergrund der Restrukturierung der Studien im Sinne der Bologna-Studienarchitektur und den damit verknüpften Zielen, Erhöhung der Retentionsrate, Senkung der Attritionsrate und Verkürzung der Studiendauer, ist es im Zusammenhang der Einschätzung der Studienverläufe von großer Bedeutung, den Studienwechsel zu beforschen. Diesem ist bisher im Vergleich zu anderen Bereichen der Hochschulforschung wie beispielsweise Studienabbruch wenig Beachtung geschenkt worden. Die Studie untersucht den Einfluss außeruniversitärer und universitärer Studienbedingungen und geht der Frage der Auswirkungen des Studienwechsels nach, wobei die Analyse sowohl individuelle Aspirationen und Entscheidungen, institutionelle Bedingungen und sozialstrukturelle Einflüsse miteinbezieht. Fragen, die durch die Untersuchung beantwortet werden, sind: Welche Unterschiede gibt es hinsichtlich des Studienwechsels nach Disziplinen bzw.Fächergruppen, nach Standort, Geschlecht und Alter? Gibt es Studienrichtungen, die eine besonders hohe oder niedrige Wechselquote aufweisen? Welche individuellen Motive bzw. institutionellen Bedingungen bedingen Studienwechsel? Unter welchen Voraussetzungen verlängert der Studienwechsel die Studiendauer? Welchen Einfluss hat der Studienwechsel auf das Studienabbruchsrisiko, Exployability und Studienkosten? Welche Unterschiede gibt es zwischen Studienwechsler/inne/n und Studienabbrecher/inne/n und welche Differenzen lassen sich zwischen Einfach- und Mehrfachwechsler/inne/n feststellen? Ein wichtiges Ziel, neben der grundlegenden Durchleutung des Phänomens des Studienwechsels, ist es, sinnvolle Präventions- und Interventionsmaßnahmen auszuarbeiten, um die Wechselquote zu verringern.
MethodeOnline-Befragung
ErgebnisseEinen Einfluss auf den Studienwechsel haben zwei sozial-strukturelle Merkmale, nämlich das Alter und die Art des Hochschulzugangs. Auf der Mikroebene zeigt sich, dass der Grad der Informiertheit, die Studienmotive, Persönlichkeitsdispositionen und der Studienerfolg Studienwechsel beeinflussen. Auch die Mesoebene, also die Studienbedingungen, wirken sich auf den Studienwechsel aus. Ein Studienwechsel erweist sich als ungünstig, wenn er nach dem zweiten Studienjahr erfolgt, dadurch das Risiko für finanzielle Einbußen und eine längere Studiendauer steigt. Ein Studienwechsel kann als günstig gesehen werden, wenn er möglichst früh im Studium und fachnah erfolgt.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenDas Studiendesign war ein Kohortenansatz. Die Grundgesamtheit bildeten Personen, welche im WS 2004 und SS 2005 an einer von 20 österreichischen wissenschaftlichen oder künstlerischen öffentlichen Universitäten erstmals zu einem ordentlichen Studium zugelassen wurden. Die Stichprobe besteht aus zwei Gruppen: bei den Studienwechsler/inne/n wurde eine Vollerhebung durchgeführt, bei den kontinuierlich Studierenden wurde eine nach Studiengruppen und Universitäten disproportionale Stichprobe gezogen. Die Erhebungstechnik war vorwiegend eine standardisierte Onlinebefragung, welche durch eine telefonische Befragung ergänzt wurde.
Internet (pages + downloads)
Hauptkategorie(n)Bildungstheorie (Themenfeld)
Schulen und andere Bildungseinrichtungen
Evaluation und Beratung
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