Beginnjahr 2003 Abschlussjahr 2004

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ProjektleiterInnen+Ansprechpersonen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschDyskalkulie
AbstraktIn den Jahren 2001 bis 2003 wurde das Forschungsprojekt "Dyskalkulie: Wahrnehmungen und Fakten" durchgeführt. Dabei wurden mit den Eggenberger Rechentests ERT 1+ und ERT 2+ Untersuchungsinstrumentarien zur frühen Identifikation rechenschwacher Kinder entwickelt. Zu diesen Tests soll nun eine Handanweisung erstellt werden, die den Lehrern/innen nicht nur eine selbständige Durchführung und Auswertung sondern auch die Ableitung erster Förderschwerpunkte ermöglicht. Es besteht aber auch großer Bedarf an einem Verfahren, das ein Klassenscreening auch auf einer höheren Schulstufe ermöglicht. Daher soll der Eggenberger Rechentest (ERT) 3+ für Ende der dritten, Anfang der vierten Schulstufe entwickelt, erprobt und normiert werden. Im Zuge der Testentwicklung wird auch ergänzend die Lehrer/inneneinschätzung bezüglich Rechenschwäche erhoben. Dabei sollen auch die Zusammenhänge mit anderen Faktoren (Lese-Rechtschreibschwäche, Störungen der Motorik etc.) auf dieser Schulstufe erfasst und ausgewertet werden. Diese Daten stellen einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des komplexen Phänomens Rechenschwäche/Dyskalkulie dar. Bereits beim ersten Forschungsprojekt wurden mittels eines Fragebogens auch Wissenstand und Informationsbedürfnis von Lehrern/innen zum Bereich Dyskalkulie erhoben und ausgewertet. Zusätzlich wurden aber auch offene Fragen hinsichtlich Rechenschwäche allgemein gestellt. Eine Erweiterung dieser Untersuchung und die Auswertung der Daten (Eingabe, Kategorisierung, Zusammenfassung) soll wichtige Erkenntnisse über die Dyskalkulie/Rechenschwäche - Konstrukte von Lehrern/innen bringen. Daraus können wiederum notwendige und sinnvolle Maßnahmen in Hinblick auf Information und Weiterbildung abgeleitet werden.
MethodeVerfassen der Testanleitung mit Hinweisen zur Ableitung von ersten Fördermaßnahmen. Entwicklung von ERT 3+ nach den Kriterien der guten Durchführbarkeit als Gruppentest sowie einer guten Differenzierung im unteren Leistungsbereich. Erprobung des Tests in Vorversuch und Voruntersuchung, Itemanalysen, multiple Validierung jedes Items mit jeweils drei Werten. Durchführung der Haupteichuntersuchung, Erstellen der Normentabellen. Erweiterung der Fragebogenuntersuchung zu Dyskalkuliekonstrukten von Lehrern/innen, Klassifizierung, Zusammenfassung.
ErgebnisseHandanweisung zu ERT 1+ und ERT 2+, Vorliegen von ERT 3+ einschließlich der Normentabellen zum Gesamtwert mathematischer Leistung, einzelner Faktoren sowie der einzelnen Skalen. Publikation der Erkenntnisse über Dyskalkuliekonstrukte von Lehrern/innen sowie den Zusammenhang des Auftretens von Rechenschwäche und anderen Faktoren schulischer Leistungsminderung.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenErweiterung der Fragebogenuntersuchung auf N=150, Lehrer/innen an Volksschulen in der Steiermark. Voruntersuchung (N=80) sowie Hauptnormierunguntersuchung (N=300) in dritten Klassen in steirischen Volksschulen (verteilt auf Stadt und Land).
Publikationen (+ link zum OBV)
  • Rechenschwäche, Rechenstörung, Dyskalkulie : Erkennung, Prävention, Förderung. - Graz : Leykam, 2003. - ISBN:3-7011-7478-4.
    Link zum Bibliotheken Verbund
  • Holzer, Norbert ; Schaupp, Hubert,125813112 ; Lenart, Friederike : Eggenberger Rechentest : Bern : Huber,
    Link zum Bibliotheken Verbund
  • Schaupp, Hubert,125813112 ; Lenart, Friederike,128515228 ; Holzer, Norbert,10590757X : Eggenberger Rechentest / Diagnostikum für Dyskalkulie : Forschungsprojekt am IFE Institut für interdisziplinäre Forschung und Entwicklung am PZ der Diözese in Graz Eggenberg. Gefördert vom bm:bwk (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur). - Graz : Päd. Zentrum der Diözese,
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Internet (pages + downloads)
Hauptkategorie(n)Sonderpädagogische Förderung (Themenfeld)
Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
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