Beginnjahr 2011 Abschlussjahr 2015

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Sprachcode
Schlagwörter DeutschBasale Kompetenzen, Basisbildung, erwachsenengerechte Diagnostika
Abstrakt

Es lässt sich feststellen, dass es kein für Jugendliche und Erwachsene geeignetes Instrumentarium zur inhaltlichen Ersteinschätzung der Lesekompetenzen gibt. Dies ist aber unabdingbar für eine passgenaue Förderung.

In diesem Forschungsprojekt soll daher ein solches Instrumentarium für den Bereich des Lesens entwickelt und bereit gestellt werden. Es geht zunächst um die Erstellung eines geeigneten Itempools.

Die Anpassung an die Alters- bzw. Zielgruppe soll in Voruntersuchungen an Polytechnischen Schulen und mit Klienten/Klientinnen von ISOP erreicht werden.

Normiert werden sollen die Tests an Schülern/Schülerinnen am Ende der 8. Schulstufe in Hauptschulen, AHS und Oberstufenrealgymnasien (1. Normierungszeitraum) sowie im 9. Schuljahr in Polytechnischen Schulen, Hauptschulen (Schüler/innen im 9. Schuljahr), AHS, und Oberstufenrealgymnasien (2. Normierungszeitraum). Eine Einbeziehung von Berufsschulen und Schulungskursen des AMS wird erwogen. Bei allen Untersuchungen sind uns auch immer die Rückmeldungen der Beteiligten speziell hinsichtlich Klarheit der schriftlichen Anweisungen und der grafischen Darstellungen wichtig.

Die Zielsetzung des Tests ist eine möglichst präzise Analyse des Leistungsstandes von Jugendlichen und Erwachsenen im Lesen mit einer guten Differenzierung im unteren Drittel oder gar Quartil sowie eine Ableitbarkeit von ersten Förderschwerpunkten aus den Diagnoseergebnissen. Das Diagnosematerial soll auch für den Einsatz im ersten Halbjahr der 9. Schulstufe zusätzlich normiert werden und gerade im letzten Pflichtschuljahr Ansatzpunkte für eine gezielte Förderung bieten. Man könnte hier auch von einer Unterstützung zur Erreichung von Mindeststandards sprechen.

Von den aus den Diagnoseergebnissen ableitbaren möglichen Förderschwerpunkten ausgehend soll dann auch in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner ISOP eine Materialiensammlung mit jugendlichen- und erwachsenengerechten Fördermaterialien entwickelt werden, da hier ebenfalls ein großer Bedarf besteht. Tatsächlich gibt es für den Bereich der Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen mit massiven Lücken in der Basisbildung bisher kaum geeignete Angebote.

Eine Publikation der Tests - hier wurde bereits von Seiten des Verlags Hans Huber, Bern, in dem auch die anderen bisher vom Forschungsteam Lenart, Holzer, Schaupp (ERT 1+, 2007, ERT 2+, 2008, ERT 3+, 2010, sowie ERT 4+, in Druck) entwickelten Diagnostika publiziert wurden, Interesse signalisiert - ist erklärtes Ziel des Gesamtprojekts. Mit der FH Joanneum wird über eine mögliche Kooperation hinsichtlich der Bereitstellung des fertig entwickelten Tests in elektronischer Form verhandelt.

Auch die entwickelten Materialien sollen publiziert werden (allenfalls in Kooperation mit dem Netzwerk Basisbildung und Alphabetisierung, Vorgespräche laufen dazu bereits und es gibt eine prinzipielle Zusage zur Unterstützung bzw. Teilfinanzierung).

Eine Dissemination der Projektergebnisse in Form der Konzeption einer Ausbildung für an der Basisbildung von Jugendlichen und Erwachsenen interessierten Personen (Lehrgang über zwei Semester an der KPH Graz) ist ebenfalls angedacht.

Von Seiten des Kooperationspartners ISOP werden neben der wichtigen Erfahrung mit Erwachsenen und Jugendlichen mit Defiziten in der Basisbildung Arbeitsstunden (für Kooperationsgespräche, Durchführung von Voruntersuchungen an Klienten/Klientinnen sowie für die Entwicklung von Fördermaterialien) zur Verfügung gestellt. Außerdem wird ein Teil der Kopierkosten und der Kosten für die Auswertung und Dateneingabe übernommen (25%).

 

MethodeWS 11/12: Analyse bisher vorliegender Diagnostika für das Lesen, Zusammenstellung eines Itempools, Erprobung einzelner Itemgruppen. SS 2012: Auswertung der Ergebnisse, Eingabe der Daten, Verrechnung der gewonnen Daten, Itemanalysen, erste testtheoretische Auswertung. Erstellung einer ersten Form des Instrumentariums. Erste Erprobung gegen Ende des Schuljahres. WS 2012/13: Auswertung der Ergebnisse, Eingabe und Verrechnung der Daten, Berechnung erster provisorischer Normen, faktorenanalytische Überprüfung und Konsistenzchecks, Berechnung der Korrelationen, weitere Itemanalysen, Erstellung und Erprobung neuer Items Herausfiltern möglichst aussagekräftiger Items. SS 2013: Entwicklung einer überarbeiten Form des Instrumentariums mit bereits reduzierter Itemanzahl. Erstellen einer Rohversion der Durchführungsanleitung. Durchführung einer ersten Normierungsuntersuchung gegen Ende des Schuljahres in 8. Schulstufen (N= 300). WS 2013/14: Auswertung der Tests, Eingabe und Verrechnung der Daten, Rohbericht. Entwicklung eines theoretischen Konzeptes zum Erkennen des Aneignungsstandes der Lesekompetenz und der gezielten Förderung bei Jugendlichen bzw. Erwachsenen, ausgehend von Überprüfungen der Datensätze mittels Faktorenanalysen, Clusteranalysen und Regression. Erstellung der Endform des Diagnoseinstrumentariums. SS 2014: Vorbereitung und Durchführung der zweiten Normierungsuntersuchung (N=400), Erstellen von Auswertungsvorlagen. Fördermaterialien: Produktion nachvollziehbarer Beschreibungen WS 2014/15: Auswertung der Ergebnisse, Eingabe der Daten, Verrechnung, Normierung und Standardisierung des Instrumentariums, Verfassen von Testanweisungen und Auswertungsblättern, Weitere Normierungsuntersuchung im ersten Semester der 9. Schulstufe SS 2015: Auswertung der Ergebnisse, Eingabe der Daten, Verrechnung, Erstellung der Normentabellen für das erste Halbjahr der 9. Schulstufe. Publikation des Diagnostikums sowie der erwachsenengerechten Förderangebote
Ergebnisse1. Instrumentariums für eine inhaltliche Ersteinschätzung der Lesekompetenzen von Erwachsenen und Jugendlichen. Aus den Diagnoseergebnissen sollen auch bereits erste Förderschwerpunkte ableitbar sein. 2. Materialiensammlung mit gezielten erwachsenengerechten Fördermaterialien zu den verschiedenen Förderschwerpunkten. 3. Dissemination in Form von Publikationen sowie durch Weiterbildungsangebote (z.B. Konzeption eines Lehrganges Basisbildung für Jugendliche und Erwachsene)
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