Beginnjahr 2003 Abschlussjahr 2003

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Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktAuswertung einer Befragung von Lehrern/Lehrerinnen und Schülerinnen/Schülern an steirischen Schulen, mit dem Ziel, die Einflussfaktoren auf die Berufsorientierung sowie auf die Berufswahl von Mädchen zu untersuchen. Die Untersuchung baut auf der Annahme auf, dass der Prozess der Berufsorientierung im Alter von 10 bis 15 Jahren von mehreren Faktoren geprägt wird: soziale Herkunft, Berufe der Eltern, geschlechtsspezifische Sozialisation, Wissen über Berufe und Ausbildungen und regionale Einflüsse (wie z.B. regionale Wirtschaftsstrukturen). Weiters wurde erhoben, wieviele Mädchen und Buben (an Hauptschulen und allgemein bildenden höheren Schulen) jeweils Technisches, Textiles oder Integriertes Werken besuchen.
ErgebnisseDie Erhebung hat ergeben, dass der geschlechtsspezifisch getrennte Werkunterricht überwiegt; nur ein kleiner Anteil der Schulen bietet einen gemischten Werkunterricht für beide Geschlechter an. In urbanen oder industrialisierten Regionen in der Steiermerk haben die Mädchen höhere Chancen, den Technischen oder Integrierten Werkunterricht zu besuchen; diese Mädchen zeigen eine deutlich höhere Selbsteinschätzung in Bezug auf handwerklich-technische Fähigkeiten oder mathematisch-naturwissenschaftliche Interessen. Die Daten ergeben somit einen positiven Zusammenhang zwischen der Teilnahme der Mädchen am Technischen Werkunterricht und der Herausbildung von nicht-traditionellen Einstellungen.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenDie Schüler/innenbefragung - vor Ort in schriftlicher Form - wurde an 11 steirischen Schulen (HS, PS, AHS) durchgeführt; insgesamt wurden 924 Schüler/innen zwischen 10 und 15 Jahren befragt. Für die Lehrer/innenbefragung wurden an 1.442 Lehrpersonen an 45 Schulen Fragebögen ausgesandt; an der Befragung beteiligten sich 732 Lehrer/innen (die Rücklaufquote beträgt somit 50,8 %). Weiters wurden Telefoninterviews zum Thema Berufsorientierungsunterricht mit den Direktorinnen und Direktoren der 45 Schulen geführt. Für die Erhebungen wurden drei unterschiedliche Regionen (kleinstädtisch, industrialisiert, ländlich-agrarisch) ausgewählt.
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