Beginnjahr 1998 Abschlussjahr 1999

Institutionen

durchführende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktNach wie vor strömen - in Österreich wie in den meisten entwickelten Industriestaaten - immer mehr junge Menschen in die Universitäten und universitätsverwandten Einrichtungen, sodass durchaus von einer zweiten Phase der Hochschulexpansion zu sprechen ist. Zugleich sind massive Verschlechterungen der beruflichen Perspektiven von HochschulabsolventInnen zu beobachten. Es ist somit zu erwarten, dass die gegenwärtig und künftig Studierenden von massiver Verunsicherung hinsichtlich des Nutzens ihres Studiums belastet sind. Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die Auswirkungen des gestiegenen Arbeitslosigkeitsrisikos auf das Bewusstsein der Studierenden zu analysieren. Besonderes Augenmerk wird auf die Wahrnehmung der Berufs- und Beschäftigungskrise durch die Studierenden und die daraus resultierenden Änderungen im Studienverhalten gelegt.Folgende Themenbereiche werden analysiert: - Entwicklungen am AkademikerInnenarbeitsmarkt - Studienmotivation - Berufswunsch - Information über den Arbeitsmarkt - Funktionen und Leistungen der Universität - Universität und Beschäftigung - Studienverhalten - Zusatzqualifikationen, Aufbau- und Doktoratsstudien - Auswirkungen der Beschäftigungskrise - Gesellschaftspolitische Einstellungen.
MethodeEs wurde eine mündliche face-to-face-Befragung anhand von Interviewleitfäden verwendet.
ErgebnisseDie Beschäftigungskrise hat deutliche Auswirkungen auf das Bewusstsein und das Verhalten der Studierenden: Materielle Orientierungen gewinnen bei der Studienmotivation und Studienwahl an Bedeutung. Entgegen den Erwartungen ist der Wissensstand über den Arbeitsmarkt bei den Befragten sehr schlecht. Die Universität steht nicht mehr im Zentrum des Lebens ("Ich bin kein Student, ich studiere nur"). Im Studienverhalten sind zwei Tendenzen feststellbar: Eine Gruppe verweilt deutlich länger im Hochschulsystem, die andere versucht, mit minimalem Aufwand das Studium möglichst rasch zu beenden. Die Studierenden fühlen sich deutlich stärker belastet und hier vor allem Frauen und Studierende aus "unteren" Schichten.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenEs wurden 5 ExpertInneninterviews, 23 Interviews mit ProfessorInnen, 26 Interviews mit AbsolventInnen und 32 Interviews mit Studierenden durchgeführt.
Mit den Themen des Projekts weitersuchen