Beginnjahr 2014 Abschlussjahr 2017

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschLehrerInnenbildung, Induktionsphase, Berufseinstieg, Schulpraktische Studien, Fragebogeninventar zur Erfassung von Mentoringstilen, Mentoringstile, Berufscoaching
Schlagwörter Englischmentoring styles, inventory of mentoringstyles
Abstrakt

Prozesse, die zwischen MentorInnen und Mentees ablaufen, sind bislang kaum erforscht, weshalb es auch kaum empirische Studien oder überprüfbare theoretische Konzepte gibt. Dieses Forschungsvorhaben geht folgenden Fragen nach:

 1)    Inwiefern lassen sich verschiedene Stile des Mentoring empirisch-quantitativ unterscheiden?

2)    Lassen sich vergleichbare Stile des Mentoring faktorenanalytisch sowohl für die Stichproben der Mentees und MentorInnen extrahieren?

3)    Wie wirken sie diese Stile sich auf den Lerneffekt im Mentoringprozess und die Zufriedenheit der Mentees aus?

 

Methode

Die Stichprobe wird sich zu Beginn einerseits aus MentorInnen der KPH Graz, dann PH Stmk. und PH Burgenland als Partnerinstitutionen zusammensetzen, andererseits Studierende ab dem 4. Semester (Mentees) der beteiligten Institutionen einbeziehen.

Methode: Die Studie ist primär quantitativ angelegt (multivariate quantitative Analysen mit dem Schwerpunkt auf Faktoren- und Clusteranalyse), wird aber durch Beantwortung offener Fragen durch qualitative Auswertungen ergänzt. Die Anonymität der MentorInnen und Studierenden (Mentees) wird gewährleistet, da sich schon bei einer Vortestung mit 8 MentorInnen der KPH zeigte, wie empfindsam diese auf mögliche Einschätzung und Bewertung der eigenen Mentees reagieren können. Insofern wird vorerst bewusst darauf verzichtet, die Einschätzungen der Mentees mit denen ihrer jeweiligen MentorInnen zu vergleichen. Stattdessen wird erhoben, ob die Einschätzungen der Mentees insgesamt von denen der MentorInnen differieren und ob die gleichen Faktorenstrukturen der Stile zu extrahieren sind.

Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Speziell an der KPH Graz werden die Ergebnisse mit denen einer anderen laufenden Studie zur Kompetenzentwicklung der Studierenden (EKOM) verknüpft und so weitere person- und kompetenzspezifische Variablen als Prädiktoren für die Lerneffizienz des Mentoring in Abhängigkeiten von den Stilen erhoben. Dadurch können noch differenzierter spezielle Interaktionseffekte zwischen MentorInnenvariablen und Menteevariablen analysiert werden und eventuell in späteren Studien im kooperativen Forschungsnetzwerk erhoben werden. So zeigte sich bereits in bisher erlangten Ergebnissen bei ca. 80 Studierenden des 6. Semesters, dass sich verschiedene Subgruppen von Studierenden in ihrer Bewertung von effektiven Mentoringsituationen signifikant unterscheiden. Z. B. schätzen es Studierende, die sich als selbstwirksam, offen und konfliktfähig beschreiben, viel mehr, wenn sie bei Unterrichtsproben eigene Ideen ausprobieren und selbständig agieren können als ein Subtyp von Studierenden, die sich als unsicherer und konfliktscheuer beschreibt.

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