Beginnjahr 2014 Abschlussjahr 2016

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter Deutschsoziale Kompetenz, training, Emotionale Kompetenz, Vorschule
Schlagwörter EnglischEmotional competence, social competence, pre-school, training
Abstrakt

 

Evaluation eines Vorschultrainings zur Förderung der emotionalen Kompetenz

Die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen und entsprechend darauf reagieren zu können, ist Grundvoraussetzung für eine gelungene Bewältigung des Alltages. Das Erkennen und Unterscheiden von Gefühlen beeinflusst unser Kommunikationsverhalten. Werden Emotionen missverstanden bzw. nicht erkannt, so kann dies rasch zu Konflikten führen. Eine wesentliche Rolle in der Entwicklung der emotionalen Fertigkeiten spielt zunächst das familiäre Umfeld und in weiterer Folge trägt auch das erzieherische Umfeld einen wichtigen Teil dazu bei. So ist die Erzieherhaltung bzw. das Erziehungsverhalten einer Pädagogin, eines Pädagogen dementsprechend von Bedeutung. Ein positives Vorleben im Umgang mit den eigenen Gefühlen sowie mit denen der anderen, ein offenes Ansprechen von Emotionen und entsprechendes Handeln, sowie eine Unterstützung in der Emotionsregulation gelten als entwicklungsfördernd.

Das Projekt „ELLA“ verfolgt das Ziel im Kindergartenalltag Impulse zur Förderung der emotionalen Kompetenz zu geben. Aufbauend auf eine Vorstudie soll das Training auf unterschiedlichen Ebenen (Kind-, Eltern- und PädagogInnenebene) evaluiert werden.

 

Methode

Befragung der Kinder, der Eltern und der PädagogInnen vor und nach der Teilnahme am Projekt.

Design: Pre- und Posttest (vor und nach dem Training):

Kindebene:

  •  Erfassen der emotionalen Kompetenz anhand von Bildkarten (Grundemotionen) in Form von Einzelbefragungen. Für Mädchen und Buben liegen extra Kartensets vor.
  • Erfassen der sozialen Kompetenz anhand von Einzelinterviews (Kinderinterview zu sozialen Situationen, Petermann, Koglin, 2004). Das Interview liegt in für Buben und Mädchen getrennten Versionen vor und besteht aus 4 Subtests (Emotionen erkennen und benennen, Ursachen für Emotionen benennen, sozial-kognitive Informationsverarbeitung im Sinne von Interpretation mehrdeutiger sozialer Situationen und Generieren von Handlungsalternativen)

Elternebene und PädagogInnenebene:

  • Erfragen der kindlichen emotionalen Kompetenzen anhand des Fragebogens zur Erfassung emotionaler Kompetenzen (FEEK) (Koglin, Brüggemann, Petermann, 2004)
  • Erfassen der kindlichen sozialen Kompetenzen über die Skalen „Prosoziales kommunikatives Verhalten“ und „Emotionsregulation“ der Social Competence Scale (Conduct Problems Prevention Research Group, 1990)
  • ergänzende Fragen zum Projekt

Stichprobe: 3-5 Kindergartengruppen, in denen das Projekt durchgeführt wird

(je ca. 25 Kinder: In Summe bis 125 Kinder, 125 Mütter oder Väter, 3-5 PädagogInnen)

Ablaufschritte (Angabe einer groben Zeitstruktur nach Monaten und Jahr/en in Meilensteinen)

WS 2014/15:

        Literaturrecherche

        Aktualisieren des Trainings

        Organisieren der Fragebögen und Testmaterialien (unveröffentlichte Dokumente!) Zusammenstellen der Fragebogenbatterien

        Organisation der Projektgruppen

        Vorbereitung der Projekte und Befragungen

SS 2015:

        Durchführung der ersten Befragung (1-2 Kindergartengruppen)

        Durchführung des Projekts

        Durchführung der zweiten Befragung

WS 2015/16:

        Durchführung der ersten Befragung (1-2 Kindergartengruppen)

        Durchführung des Projekts

        Durchführung der zweiten Befragung

SS 2016:

        Dateneingabe / Auswertung der Daten

        Erstellung des Forschungsberichts

        Dissemination (z.B. Teilnahme an Tagungen, Publikation)

Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Das Forschungsvorhaben soll, gekoppelt an in verschiedenen Kindergärten in Graz Umgebung angebotenen Trainingskursen zum Thema, durchgeführt werden. Die an den Trainings teilnehmenden Kinder, deren Eltern und die gruppenführenden KindergartenpädagogInnen werden in die Stichprobe aufgenommen.

 

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