Beginnjahr 2014 Abschlussjahr 2016

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschMigrationshintergrund, Inklusion, Behinderung, Grounded Theory, Schulwahlentscheidung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Integrationsklassen, Sonderschulklassen, nicht deutsche Erstsprache
Abstrakt

Die Motivationfür diese Studie ergibt sich aus einem im Schuljahr 2009/10 an  der KPH Graz durchgeführten Forschungsprojekt, das zum Ziel hatte, fördernde versus hinderliche Bedingungen aufzuzeigen, um nicht sprechfähige Kinder mit schweren Behinderungen und einer anderen Familiensprache als Deutsch bestmöglich in ihrer Kommunikation zu unterstützen. Obwohl die Teilnehmer/innen an der Studie (Eltern und Lehrer/innen derer Kinder) aus drei österreichischen Bundesländern kamen, in denen integrative Beschulung in unterschiedlichem Ausmaß praktiziert wurde und wird, besuchten alle involvierten Kinder der Zielgruppe Sonderschulen. Alle teilnehmenden Eltern waren zufrieden mit der Schulsituation ihrer Kinder; die Hintergründe für die präferierte Beschulung konnten in dieser Studie nicht geklärt werden. Im aktuellen, in qualitativer Tradition durchgeführten Forschungsprojekt soll daher der Frage nachgegangen werden, welche Faktoren Eltern mit Migrationshintergrund und nicht deutscher Erstsprache in der Wahl der Schule bzw. eines bestimmten schulbezogenen Settings für ein Kind mit schwerer bzw. mehrfacher Behinderung beeinflussen.

Methode

Datenerhebung und -analyse erfolgen in qualitativer Forschungstradition mit quantitativen Elementen (demografische Erhebung). Die Datenfür diese Studie werden aus qualitativen Interviews (Kvale, 1996) mit  Personen der Schulaufsicht, mit SPZ- und SchulleiterInnen sowie mit LehrerInnen und Eltern gewonnen; für letztere wird über die Schulen, an denen die Interviews stattfinden, die Präsenz professioneller Dolmetscher/innen sichergestellt, sofern diese benötigt werden. Die Interviews werden sowohl als Einzel- als auch als Kleingruppeninterviews mit unterschiedlichen Interviewleitfäden für die jeweiligen Gruppen durchgeführt, digital aufgezeichnet, transkribiert und analysiert, indem nach Themen, Codes und Kategorien gesucht wird und diese auf ihre Beziehungen und Abhängigkeiten untersucht werden. Ergänzende Daten werden aus Fokusgruppen (Bohnsack, 1999) mit Eltern (bei Bedarf mit Unterstützung professioneller Dolmetscher/innen), evtl. auch aus Online-Fokusgruppen mit SchulleiterInnen gewonnen. Die Gespräche innerhalb der Fokusgruppen werden digital aufgezeichnet, transkribiert und nach Themen analysiert; Beobachtungen und analytische sowie reflexive Memos in der Tradition von Grounded Theory tragen zur Dichte der Daten bei.                                                                                                                                          Die Analyse der gewonnenen Daten erfolgt in der Tradition von Grounded Theory (Charmaz, 2006) unter Einbeziehung der aus den Interviews und Fokusgruppen resultierenden Kategorien, Beobachtungen und Memos. Eine oder mehrere zentrale Kategorien werden auf ihre Abhängigkeiten hin untersucht und interpretiert und die Ergebnisse grafisch und textlich dargestellt.

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