Beginnjahr 2010 Abschlussjahr

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ProjektleiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschKindergarten, Begabungsforschung, Naturpädagogik, Ethnograpie
Schlagwörter Englischenvironmental pedagogy, research of talent, preschool, ethnography
Abstrakt

An der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik wurden Möglichkeiten für Beobachtungen von Kindergartenkindern im Lernsetting „Natur“ geschaffen. Grundüberlegungen dafür gingen vom Bildungsplan der Wiener Kindergärten 2005 aus. In diesem wird dargestellt, dass bei Kindern, die keine Möglichkeit haben, selbstinitiativ Natur umfassend zu erleben, sich mögliche  Entwicklungspotenziale weniger entwickeln als bei Kindern, denen Zeit und Raum gegeben wird, ihre eigenen Erfahrungen in der Natur zu machen. Die Gestaltung der Lernumwelt Natur trägt, so die zentrale Annahme, zum körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Wachstum und damit zu einer ganzheitlichen Kompetenzentwicklung bei.

Daher scheint das Beobachten von Kindergartenkindern in der Natur entscheidend für das Sichtbarmachen von Potenzialen zu sein. Gegenwärtig wird in der Literatur die Lage der Begabungs- und Begabtenförderung als diffizil dargestellt. Aktuelle Konzepte stellen die Messung von Begabungen in den Vordergrund. Da es keine pädagogischen Konzeptionen zum Erfassen von Potenzialen und Stärken von Kindergartenkindern gibt, sollte ein entsprechendes Instrumentarium entwickelt werden.

Methode50 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren hatten die Möglichkeit, in einem Zeitrahmen von drei Wochen auf dem Gelände der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und dem Versuchsforst der Universität für Bodenkultur (BOKU) im 14. Bezirk in Wien die Vormittage zu verbringen. Es wurden in Lehrveranstaltungen fachdidaktische Konzepte für Kinder zwischen drei und sechs Jahren im Bereich „Natur und Umwelt“ entwickelt und diese am Hochschulgelände umgesetzt. Die Studierenden des 4. Semesters der Umweltpädagogik haben für fünf Vormittage die Planung und Organisation übernommen. So wurde die Möglichkeit geschaffen, Beobachtungen – mit dem Fokus Potenziale in den pädagogischen Blick zu bekommen – durchzuführen. Die Beobachtungen wurden an zwei Vormittagen durchgeführt und aufgezeichnet bzw. protokolliert. Die zwei Beobachtungstermine wurden so festgelegt, dass die Kinder am zweiten und vierten Tag bei ihren Aktivitäten an der Hochschule beobachtet wurden. Die Kindergartenpädagoginnen unterstützten die Lehrenden der Hochschule bei den Beobachtungen, indem sie die Kinder in vier Gruppen teilten und in diesen speziellen Gruppen wieder einzelne Kinder für die Beobachtung auswählten. Die Kindergartenpädagoginnen haben ihre Beobachtungen in den von den Lehrenden vorbereiteten Beobachtungsbögen festgehalten. Am Ende des Projektes wurde mit den Kindergartenpädagoginnen ein Interview geführt. Parallel begleitete eine Fotodokumentation die gesamten Beobachtungsphasen, auch an jenen Tagen, an denen keine Beobachtungen durchgeführt wurden, wurden Fotos gemacht.
ErgebnisseDie Datenanalyse der Beobachtungsbögen und des Interviews mit Kindergartenpädagoginnen dokumentiert, dass bei Kindern, denen Zeit und Raum gegeben wird, um ihre eigenen Erfahrungen in der Natur zu machen, Potenziale entdeckt und gefördert werden können. Die weiterführenden Analysen sollen die Thesen belegen, ergänzt durch die begleitend durchgeführte audiovisuelle Dokumentation der Settings.
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