Beginnjahr 2006 Abschlussjahr 2007

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Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktStudien aus dem angloamerikanischen Raum zeigen, dass die Neigung, unternehmerisch tätig zu sein, in der Gruppe der "Ausländer/innen" oftmals höher ist als in jener der "Inländer/innen" . Dies trifft zwar für die meisten europäischen Länder nicht zu, dennoch sind auch in diesen Staaten die Zuwächse an Selbstständigen unter AusländerInnen oftmals deutlich stärker als bei den InländerInnen. Dabei sind aber auch starke "interne" Unterschiede je nach Migrationshintergrund feststellbar. Die Intentionen der hier vorgeschlagenen Studie bestehen darin, die Situation der selbstständigen Erwerbstätigkeit von Migrant/innen anhand der aktuellen Datenlage (d.h. Volkszählung 2001) zu skizzieren. Darüber hinaus - auf Basis einer Sonderauswertung der Volkszählung 2001 - soll erstmals für Österreich eine sehr differenziertere Betrachtungsebene hinsichtlich der selbstständigen Erwerbstätigkeit von Migrant/innen erstellt werden, die der Heterogenität dieser Bevölkerungsgruppe gerecht wird.Darstellung der Entwicklung der Selbstständigkeit von Migrant/innen im Zeitablauf (anhand der Volkszählungen ab 1971). Dies dient vor allem dazu, der Frage nachzugehen, ob auch in Österreich ein "Gründerboom" festgestellt werden kann und falls ja, ob branchenspezifische Schwerpunkte erkennbar sind. Die wirtschaftliche Situation sowie die Entwicklung der UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund im Bereich Gewerbe und Handwerk soll beschrieben werden (Sonderauswertung der Konjunkturdatenbank der KMU FORSCHUNG AUSTRIA). Speziell auf die Problemlagen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge, die Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund zum Thema Unternehmensgründung haben, ist einzugehen (qualitative Befragung). Erstmals für Österreich das Thema „Lehrlingsausbildung sowie Lehrlingsausbildungspotenzial in Unternehmen von Migrant/innen“ soll behandelt werden. Nationale und internationale wirtschaftspolitische Unterstützungs- und Fördermaßnahmen werden analysiert, die speziell auf die Zielgruppe der (potentiellen) UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund abzielen bzw. deren Beteiligung an „allgemeinen“ Unterstützungs- und Fördermaßnahmen wird erhoben. Handlungsoptionen werden auferzeigt, wie Impulse gesetzt werden könnten, die zu einer gesteigerten Lehrlingsausbildungsleistung in Unternehmen von Migrant/innen beitragen.
MethodeBreiter Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Verfahren; zudem internationale Maßnahmenanalyse (Literaturrecherche & Expert/innen-Interviews) und rechtliche Analyse der relevanten Gesetze & Verordnungen.
ErgebnisseDarstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Selbstständigkeit von Personen mit Migrationshintergrund. Umfang der Selbstständigkeit des Personenkreises im Zeitablauf, Branchenzugehörigkeit und konjunkturelle Entwicklung der Geschäftslage. Erfahrungen bei der Unternehmensgründung. Motive für und gegen eine Lehrlingsausbildung im Betrieb. Ableitung von Handlungsoptionen für die öffentliche Hand.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenErhebungstechnik für qualitative Unternehmensinterviews: Gesprächsleitfadenunterstützte qualitative Interviews mit 30 Selbstständigen mit Migrationshintergrund. Zufallsauswahl auf Basis der Kategorien erste/zweite Generation sowie Betriebe mit und ohne Lehrlingsausbildung.
Publikationen (+ link zum OBV)
Internet (pages + downloads)
Hauptkategorie(n)Politik, Gesetzgebung, Öffentliche Verwaltung
Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
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