Beginnjahr 2000 Abschlussjahr 2002

Institutionen

durchführende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktDer Lehrgang "Q.I.S. Schulprogramm" ist eine Fortbildungsinitiative, die aus einer Kooperation der Sektion II des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Pädagogischen Instituts des Bundes in der Steiermark entstand und konzeptuell an der letzteren Institution entwickelt wurde. Das Programm richtet sich an berufsbildende Schulen unterschiedlicher Typen und versucht, diesen wirksame Formen des Qualitätsmanagements zu vermitteln. Der Lehrgang besteht aus vier Lehrgangsmodulen in der Form von jeweils 3-4 tägigen Seminarveranstaltungen und dazwischen geschalteten, sogenannten "schulbezogenen Arbeitsphasen", zu denen die Schulen externe Beratung und Begleitung in Anspruch nehmen können. Ziel ist die Entwicklung von Schulprogrammen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Das Evaluationsprojekt versucht zu erkunden,(a) ob und inwiefern der Lehrgang von den beteiligten Schulen als unterstützend bei der Entwicklung von Leitbildern und Schulprogrammen erlebt wird, (b) welche Fortschritte die Schulen im Laufe des einjährigen Fortbildungsprogramms bei der Schulprogrammentwicklung tatsächlich machten, (c) welche Module in der Praxis als mehr / weniger hilfreich erlebt werden, und (d) wie Nutzen und Qualität der angebotenen Beratung eingeschätzt werden.
MethodeDie Bewertung des Fortbildungskonzepts aus der Sicht der Beteiligten erfolgte (a) zum einen über die individuelle Beantwortung eines umfangreichen Fragebogens zu Situation und Entwicklung der eigenen Schule und zur Wahrnehmung und Bewertung des Lehrgangs und seiner Einzelmodule, sowie (b) über Gruppendiskussionen in zwei Subgruppen der Lehrgangsgruppe, die besonders die Wirkungen der Lehrgänge und die parallel laufenden Prozesse an den Schulen zum Gegenstand hatten.
Ergebnisse(a) Für die Teilnehmer als Individuen hat der Lehrgang in hohem Maße den Erwartungen entsprochen. Persönlich haben sie die Erfahrungen als ausgesprochen nützlich und bereichernd erlebt. (b) Der wahrgenommene Nutzen für die Schule ist dagegen meist deutlich geringer als der persönliche – und das, obwohl der Nutzen für die Schule überwiegend prospektiv im Hinblick auf zukünftig erwartete Entwicklungen eingeschätzt wurde. (c) Die größten Unterschiede in der Bewertung der Module gab es bei der angebotenen Schulberatung, wo die Entwicklung von Qualitätsstandards offenbar besonders dringlich ist.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenIm Rahmen des letzten Teils des vierteiligen Lehrgangs wurde eine summative Abschlussevaluation durchgeführt. Diese passte sich insofern in die Lehrgangsstruktur ein, als das vierte Modul sich inhaltlich mit dem Thema Evaluation befasste und die Bewertung des Lehrgangs selbst damit gleichzeitig als ein Beispiel für praktische Evaluationstätigkeit vermittelt werden konnte. Insgesamt nahmen 22 Lehrerinnen und Lehrer aus acht Schulen an diesem Teil des Lehrgangs und somit an der Abschlussevaluation teil.
Hauptkategorie(n)Schulen und andere Bildungseinrichtungen
Bildungspolitik und Bildungsverwaltung
Bildungstheorie (Themenfeld)
Mit den Themen des Projekts weitersuchen