Beginnjahr 2003 Abschlussjahr 2004

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Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktDie oberösterreichische Lehrer/innen-, Kranken- und Unfallfürsorge (LKUF, gegründet 1925) als offizielle Sozialversicherung für sämtliche APS-Lehrer/innen im pragmatischen Status lässt sich zunehmend von dem Gedanken leiten, dass neben der treffsicheren Leistungserbringung für die Erkrankten auch dem Prinzip der Prophylaxe wachsende Bedeutung zukommen muss. So bietet die LKUF seit einigen Jahren ein reichhaltiges Seminarprogramm (inklusive "Kurzkuren") unter dem Titel „VITAfit“ an, von dem die Lehrer/innenschaft bereits in hohem Maße Gebrauch macht und dessen Effizienz nun empirisch evaluiert werden sollte. Einer ganzheitlichen Auffassung von Gesundheitsvorsorge folgend, sollten dabei auch berufsspezifische Druckpunkte und gesundheitsrelevante Wahrnehmungsfelder - bis hin in den standes- und schulpolitischen Bereich - in ihrer Wirksamkeit hinsichtlich subjektiver Befindlichkeit bzw. ausgeleuchtet werden.Hinsichtlich der verschiedenen Organisationsvarianten und Angebotskategorien waren unterschiedliche Verbreitungs-, Akzeptanz- und Wirksamkeitsstrukturen zu erwarten. Auch die Motivlagen der Nutzer/innen - so die Hypothesen - weisen deutliche Unterschiede auf, die es zu objektivieren galt. Darüber hinaus sollten wahrgenommene Druckstellen im Schulbereich - und ihre potenziell krankmachende - Wirkung untersucht werden. Aus dieser Perspektive sollten auch die Arbeitsplatzsituation betreffende Befindlichkeitsfaktoren sowie das Bedrohungspotenzial von systembezogenen Änderungsvorschlägen seitens der Wissenschaft und Politik einer Analyse unterzogen sowie allgemeine Zufriedenheitsaspekte mit dem Leistungsspektrum der LKUF analysiert werden.
MethodeLineare, zwei- und dreidimensionale Auswertungen sowie pfadanalytische Erklärungsmodelle auf Basis multivariater Kovarianzanalysen.
ErgebnisseDie Motivlagen zur Inanspruchnahme bzw. die Effizienz diverser Kurzkuren und Seminare konnten erklärt werden, wobei "Leidensdruck" als Teilnahmemotiv deutliche Korrelationen zu bestimmten Kurstypen aufwies. Zusammen mit der Effektanalyse aus Teilnehmer/innensicht (Nützlichkeits- und mentale Dimension sowie Beschwerdenreduktion) konnten so planungsrelevante Grundlagen für weitere Prophylaxemaßnahmen der LKUF bereit gestellt werden. Die Analyse von berufsrelevanten Druckstellen verwies auf deutliche Notwendigkeit zu sozial- bzw. psychohygienischen Maßnahmen an den Schulen selbst, aber auch auf das wachsende Problem des Gefühls beruflicher Ohnmacht angesichts disziplinärer Unzukömmlichkeiten.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenGrundsätzlich wurden Kursteilnehmer/innen des Jahres 2002 an "VITAfit" Programmen mit - mutierten - Fragebögen um Angaben ersucht, wobei je nach Teilnehmer/innenzahl Totalerhebungen und Klumpenstichproben zur Anwendung gelangten. Hinsichtlich der Eigenschaften "dienstrechtliche Stellung" und "Alter" wies die Gesamtstichprobe (ca. 500 Pb) eine geschichtete Struktur auf. Über die geschlossenen Fragestellungen im Fragebogen hinaus wurden den Probanden und Probandinnen auch freie Antworten offeriert, die nach bestimmten Kategorien zu transkribieren waren.
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Hauptkategorie(n)Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
Sonderpädagogische Förderung (Themenfeld)
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