Beginnjahr 1996 Abschlussjahr 1998

Institutionen

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Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Abstrakt

Erkenntnisleitendes Interesse ist die politikwissenschaftlich orientierte Analyse des Begriffs der Autonomie im Wissenschaftsbetrieb. Universitäre Autonomie wird dabei funktionalisitsch als Bündel von Funktionen verstanden, die sich mit der Änderung der Gesellschaft ebenfalls Veränderungen ausgesetzt sehen. Das Projekt beinhaltet vor allem: - eine Motivationsstudie, die den Hintergrund der - vor allem in Gesetzesform erfolgten- universitätspolitischen Entscheidungen der neunziger Jahre auszuleuchten versucht: und - eine Vergleichsstudie, die den österreichischen Diskurs in Zusammenhang mit der Entwicklung US-amerikanischer Universitäten bringt. Der Vergleich neuerer österreichischer Entwicklungen mit dem Universitätssystem der USA ist durch die Beobachtung motiviert, daß das zugrundeliegende Leitbild der österreichischen Universitätsreformen der neunziger Jahr4e in gewissen Aspekten eine Verschiebung in Richtung dieses 'amerikanischen' Systems impliziert: Insbesondere im neugegründeten Fachhochschulsektor könnten einige daraus resultierenden Probleme daher denen im US-Universitätssystem ähnlich sein.

Ergebnisse

1. Allgemeine Ausführungen zum Problemkreis wissenschaftlicher Autonomie in Österreich unter sozialgeschichtlichen und politikwissenschaftlichen Aspekten. 2. Analyse universitärer Autonomie: Die hinter dem Universitätsorganisationsgesetz 1975, dem UOG 1993 und dem Fachhochschulstudiengesetz sowie der Evaluierungsverordnung stehenden Modellvorstellungen und Interessen werden im Hinblick auf ihre Konsequenzen für die universitäre Autonomie untersucht. 3. Fallstudie zur Funktionalität unversitärer Rahmenbedingungen in den USA: Am Beispiel der Stanford University werden die mit der universitären Freiheit verbundenen Konflikte und Konfliktlinien mit einer privaten Universität in Verbindung gebracht, am Beispiel der UC Berkeley mit einer staatlichen Univer4sität

Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Die Methodik bestand in der Auswertung einschlägiger Literatur, in der Auswertung unveröffentlichter Materialien (in Österreich vor allem Gesetzesmaterialien und Stellungnahmen im Begutachtungsverfahren) bzw. 'grauer Literatur', sowie in der Verwendung von Experteninterviews (zum amerikanischen Universitätssystem).

Hauptkategorie(n)Schulen und andere Bildungseinrichtungen
Bildungstheorie (Themenfeld)
Bildungspolitik und Bildungsverwaltung
Bildungsinhalt (Themenfeld)
Politik, Gesetzgebung, Öffentliche Verwaltung
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