Beginnjahr 2006 Abschlussjahr 2007

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AbstraktDer Blick auf den Krisenherd Naher und Mittlerer Osten bietet ein betrübliches und diffuses Bild, das nur wenig Grund zum Optimismus zulässt: Nach der Räumung Gazas und der Machtergreifung der Hamas hat sich der seit Jahrzehnten bestehende israelisch-palästinensische Konflikt noch weiter verschärft. Israel führte einen Zweifronten-Krieg im geräumten Gaza-Streifen und im Libanon und begründet seine Invasion mit seinem Recht auf Selbstverteidigung. Der Libanon hingegen steht am Rande des Abgrunds: Eine überwiegend zerstörte Infrastruktur, unzählige Kriegstote und Hunderttausende auf der Flucht zeugen von der unsäglichen Dramatik des Krieges. Syrien hat nach dem Abzug seiner Truppen einen Staat im Staate – die Hisbollah - hinterlassen, dem selbst mit den erbarmungslosesten militärischen Mitteln seitens Israel nicht beizukommen ist. Im Irak bietet sich ein ebenso drastisches Bild von jener ehemaligen Regionalmacht, die einst unter der Diktatur Saddam Husseins stand. Nach der endgültigen Niederlage des irakischen Diktators und der ersten eingesetzten Regierung steht nun das Land am Rande des Bürgerkriegs und versinkt in der Schreckensherrschaft des alltäglichen Terrors.Das Nachbarland Iran, das als einzige Regionalmacht übrig geblieben ist, weigert sich beharrlich, die internationale Rüstungskontrolle anzuerkennen und widersetzt sich nicht nur den Resolutionen der Vereinten Nationen sondern bietet auch der Weltmacht USA die Stirn, indem der pro-iranischen Hisbollah im Libanon ideelle und militärische Unterstützung geboten wird. Welche Ursachen, Folgen und Wirkungen haben die jeweiligen Konfliktherde rund um den angeblichen Kernkonflikt Israel/Palästina? Bleibt die Region ein Pulverfass oder gibt es eine Chance auf eine langfristige Lösung? Wird es dem Libanon gelingen, sich aus dem Würgegriff von Hisbollah, Syrien und Israel zu befreien? Gibt es für den vom Bürgerkrieg erschütterten Irak eine Hoffnung auf eine demokratische Zukunft? Droht der iranischen Führung ein ähnliches Schicksal wie dem Diktator Saddam oder ist dieses Land ein Faktor für Stabilität und Frieden in dieser Region? Welche Rolle nehmen internationale Akteure wie die EU, die UNO und die USA bei einer kurz-, mittel- und langfristigen Lösung des regionalen Konflikts ein? Welche Rolle spielen dabei die regionalen und internationalen Medien als meinungsbildende Faktoren in dieser Konfliktregion und welcher Mittel bedienen sich Israelis und Araber im Informationskrieg?
MethodePolylogischer Diskurs nach Ekkehart Krippendorff (State-of-Peace-Methode)
ErgebnisseDiskussion der Zwischenergebnisse auf der State-of-Peace-Konferenz (1. - 4. Februar 2007) in Stadtschlaining. Veröffentlichung der Endergebnisse im Friedensbericht 2007.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenDatenbanken, Online-Statistiken, Journal-Archive
Publikationen (+ link zum OBV)
  • Europa und die Dynamik der globalen Krise : Ergebnisse der State-of-Peace-Konferenz 2006 / Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (Hrsg.). Projektleitung u. inhaltliche Konzeption: Ronald H. Tuschl . - Münster : Agenda-Verl. , 2006 . - 275 S. . - (Dialog ; 50 )(Agenda Frieden )(Friedensbericht ; 2006 ) Literaturangaben. - ISBN 3-89688-289-9 ISBN 978-3-89688-289-9.
    Link zum Bibliotheken Verbund
  • Young, Nigel 'A Peace of the Action' - Forgetting Peace Concepts: Practice Centered Peace-Work in the English speaking World. In: EPU Faculty Research Contribution. European University Center for Peace Studies (EPU) : Stadtschlaining, 2006. (1.4.2011 nicht erreichbar unter: http://www.aspr.ac.at/epu/research/Young.pdf)
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