Beginnjahr 2001 Abschlussjahr 2002

Institutionen

durchführende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktAn Österreichs Schulen können innerhalb des selben Schultypus höchst unterschiedliche Grade der Ausstattung sowie der Intensität der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) festgestellt werden. Aufgabe dieser Studie war es, die Gründe dafür sowie fördernde und hemmende Faktoren einer nachhaltigen Nutzung der Neuen Medien im sozialen System Schule herauszufiltern. Überlegungen zur Erhöhung der Akzeptanz von IKT und, im Sinne der klassischen Politikberatung, der Entwurf einer entsprechenden Strategie waren ebenfalls Sinn und Ziel. Die Implementation neuer Medien im sozialen System Schule ist vor allem von einem Begriff begleitet - dem der Unsicherheit - der die Erwartungshaltungen der verschiedenen AkteurInnen beeinflusst. Gesucht wird also nach Orientierungswissen, um Unsicherheiten betreffend die Qualität und den Zugang zu Informationen sowie das Warum und Wie der Nutzung im didaktischenKontext zu verringern. Das zentrale Problem ist dabei nicht nur die Beseitigung von Wissensdefiziten, sondern die Entwicklung von Kriterien für das Entstehen des genannten Orientierungswissens, das für jeden Schultyp, für jede Schule anders gewichtet sein kann. Das Projektteam geht von der These aus, dass Ausgestaltung, Ausmaß und der nachhaltige Erfolg der Einführung von IKT an Schulen maßgeblich von organsisationsrelevanten Faktoren wie den Akteurskonstellationen, also Promotoren- und Interessensstrukturen und dem Umfang und der Qualität von Informationsaustausch und Zusammenarbeit an der Schule abhängen. Die Ressourcenausstattung, also finanzielle, zeitliche, personelle und räumliche Ressourcen bilden dabei die strukturellen Rahmenbedingungen.
MethodeDie Ergebnisse stützen sich auf vier unterschiedliche, vom Projektteam nach qualitativen Forschungskriterien durchgeführten Primärerhebungen: 1. ExpertInnenworkshop zum Thema "Angst und Unsicherheit beim Umgang mit Neuen Medien an Österreichs Schulen“, 2. Leitfadeninterviews mit ExpertInnen aus dem Bereich "Neue Medien und Schule", 3. Fallstudien an sowohl "Good Practice"- Schulen als auch an solchen, die die Neuen Medien nicht implementiert haben, 4. ExpertInnen-Workshop zur Konkretisierung vorläufiger Projektergebnisse und Politikempfehlungen.
ErgebnisseDie wichtigsten Akzeptanzhindernisse im Überblick: 1. Das Warum, Wozu und Wie der Nutzung muss bedürfnisorientiert vermittelt werden - Fehlen von jeweils schulspezifischen Nutzungsleitbildern; 2. Unterschätzen des Stellenwertes der Organisationskultur; 3. Asynchronie Hardware- Software -Socialware. Politische Strategien müssen sich verstärkt mit Detailwissen über NutzerInnenbedürfnisse, mit der Kompatibilität technischer Entwicklungen mit Organisationsstrukturen sowie mit organisationsinternen Problemlagen und Bedürfnissen befassen.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenLiteraturrecherche zur sozialwissenschaftlichen Technikforschung, Sekundäranalyse von aktuellen Erhebungen, Studien und Evaluierungsberichten zum Status Quo der Implementierung von IKT in Österreichs Schulen. Interviews mit VertreterInnen von relevanten Akteursgruppen (insgesamt 14 ExpertInneninterviews), Durchführung von acht Fallstudien, Dokumentation der Ergebnisse und Berichterstellung einschließlich Empfehlungen für die Umsetzung.
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Hauptkategorie(n)Schulen und andere Bildungseinrichtungen
Verhalten und Persönlichkeit
Bildungsinhalt (Themenfeld)
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