Beginnjahr 2004 Abschlussjahr 2006

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschKlassenklima, Schulangst, Selbstkonzept, Schulstress, Zeitaufwand für die Schule, Schulzufriedenheit, Schulklima, Psychische Belastung von Schülern, Wohlbefinden in der Schule
Abstrakt

Vor 10 Jahren erfolgte die erste ausführliche Untersuchung des Befindens der Schülerinnen und Schüler in den österreichischen Schulen. Seither haben im Schulsystem zahlreiche Entwicklungen stattgefunden, insbesondere Veränderungen in der Steuerungsphilosophie der Schule, die zu einer weitgehenden Autonomie der Einzelschule geführt haben, aber auch eine Reihe von Maßnahmen zur Entlastung der Schüler/innen. Ziel des Projekts ist es, zu untersuchen, welche Veränderungen im Befinden der Schülerinnen und Schüler in diesem Zeitraum eingetreten sind und inwieweit Auswirkungen dieser Maßnahmen aufzeigbar sind.

Die Erstuntersuchung umfasste drei Teile: eine quantitative Repräsentativuntersuchung als Hauptteil, eine Interviewstudie zu besonders belasteten Schüler/innen und eine kleinere Untersuchung  mit dem „Befindenstagebuch“. Die Replikation bezieht sich primär auf die quantitative Repräsentativuntersuchung. Die zentralen Untersuchungsbereiche sind insbesondere:

  • Merkmale des aktuellen Befindens ( unmittelbares Wohlbefinden in der Schule, die Zufriedenheit mit der Schule, Schulangst und andere psychische und psychosomatische Belastungen durch die Schule)
  • überdauernde Merkmale des Befindens (allgemeines Selbstwertgefühl, das Leistungsselbstkonzept, das soziale Selbstkonzept und die emotionale Selbstsicht der SchülerInnen).
  • Wesentliche Determinanten des Befindens, insbesondere die soziale Integration der SchülerInnen bei den LehrerInnen und MitschülerInnen, die Bewältigung der Anforderungen, die zeitliche Beanspruchung durch die Schule, Merkmale des Arbeitsplatzes in der Schule.
  • Schulische und außerschulische Rahmenbedingungen, insbesondere die Qualität der schulischen Umwelt (Schul- und Klassenklima), Merkmale der Familiensituation sowie die Integration in die peer-Gruppe, die das Befinden beeinflussen.

Die quantitative Untersuchung wird durch eine Interviestudie mit 40 durch die Schule besonders belasteten Schülerinnen und Schülern ergänzt.

Methode

Die Untersuchung zielt auf die Wiederholung der Befindensuntersuchung aus dem Jahre 1994.

Angestrebt ist:

a) eine Beschreibung des Befindens differenziert nach Schulstufen und Schulformen nach vergleichbaren Kategorien wie in der Erstuntersuchung

b) Darstellung der Befindensveränderungen im 11-Jahres-Vergleich

c)  Kausalanalytische Auswertungen im Hinblick auf die Einflüsse und Verursachungen positiven / negativen Befindens

d) Analyse der Auswirkungen des Befindens auf Kritierien der individuellen Schulbewältigung (einschließlich Schulabbruch und Schulwechsel).

Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Repräsentative Fragebogenerhebung an ca. 5200 Schüler/innen von der 4. – 12. Schulstufe an ca. 120 Standorten, je zwei Klassen pro Standort, kombiniert mit der Erfassung standortbezogener Daten auf Schulebene. Dabei soll die Stichprobe der Befindensuntersuchung 1993/94 so weit als möglich repliziert werden.

ZUSÄTZLICH werden die 1994 nicht erfassten Berufsschulen in die Untersuchung mit einbezogen.

Publikationen (+ link zum OBV)
  • Eder, Ferdinand,133746380 : <<Das>> Befinden von Kindern und Jugendlichen in der österreichischen Schule : Befragung 2005. - Innsbruck ; Wien [u.a.] : Studien-Verl., 2007. - ISBN:978-3-7065-4380-4.
    Link zum Bibliotheken Verbund
Hauptkategorie(n)Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
Schulen und andere Bildungseinrichtungen
Evaluation und Beratung
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