Beginnjahr 2008 Abschlussjahr 2013

Institutionen

durchführende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen
Ländercode Sprachcode
Schlagwörter DeutschForschendes Lernen, Frühe Bildung, Natur- und Technikphänomene
Schlagwörter EnglischInquiry Learning, Early Childhood Education, Nature and Technical Phenomena
Abstrakt

Das Projekt „Naturbild“ ist ein multilaterales COMENIUS-Projekt, das von der EU im Rahmen des Lifelong Learning Programms über einen Zeitraum von zwei Jahren (2008-2010) gefördert wurde. Daran wurde eine zweijährige Disseminationsphase (2011-20013) angeschlossen, um das Konzept nachhaltig in der Aus- und Weiterbildung für GrundschullehrerInnen und ElementarpädagogInnen zu verankern.
In diesem Projekt wurden Lernarrangements entwickelt und mit Studierenden im Schulpraktikum erprobt, die den Kindern das Erschließen von Naturphänomenen und eine erfolgreiche Bewältigung von technischen Problemstellungen ermöglichen sollte (Huber, A. 2010). In diesen Settings sollten vor allem auch die kreativen und konstruktiven Fähigkeiten der Kinder mehr-perspektivisch gefördert werden. Eine intensive(re) Beschäftigung mit Naturphänomenen bereits im Kindergarten, aber auch in den ersten beiden Grundschuljahren, ist nicht nur ein aktuelles bildungspolitisches Anliegen. Bereits Lück (2000) fordert eine frühzeitige wissenschaftsorientierte Auseinandersetzung mit Naturphänomenen. Dazu benötigt es aber grundlegende Kenntnisse über Lernvoraussetzungen, den Kompetenzerwerb und pädagogisch sinnvoll gestaltete Rahmenbedingungen, unter denen frühes naturwissenschaftliches Lernen erfolgreich möglich sein kann. Dies sollte bereits in der Ausbildung von Früh- und Grundschulpädagoginnen und -pädagogen Berücksichtigung finden. Exemplarisch wurden die Phänomene „Luft“ und „Wasser“ behandelt. Mit Studierenden wurden Lernmodule zu diesen beiden Themenbereichen in den Seminaren entwickelt und mit Kindern in Kindergärten und Grundschulen erprobt. Erkenntnisse aus dem Kindergarten- und Schulpraktikum wurden in den Seminaren an der Pädagogische Hochschule nach dem Aktionsforschungsmodells weiterentwickelt (Altrichter, H. & Posch, P., 2007). Dabei stand nicht nur das naturwissenschaftliche Lernen bei Kindern im Fokus (Sodian, 1998) sondern auch die Kompetenzsteigerung der Studierenden in der Vermittlung von naturwissenschaftlichen Inhalten (Reitinger, J. 2013). Das Projekt möchte damit einen Beitrag zur Verbesserung der frühen naturwissenschaftlichen und technischen Bildung leisten. Dazu wurde mit den Projektpartnerinnen und –partner eine gemeinsame pädagogische Strategie entwickelt, Kinder im Übergang von der vorschulischen zur schulischen Bildung zum Entdecken und Verstehen von Naturphänomenen und zum technischen Problemlösen herauszufordern. Das Konzept des Projektes hat wesentlich zur Entwicklung des Moduls „Naturwissenschaftliches Denken und Handeln“ im Curriculum der Grundschullehrerinnen und -lehrerausbildung an der Privaten pädagogischen Hochschule Linz beigetragen, sowie zur weiteren Entwicklung des Schwerpunktes „Mathematik-Naturwissenschaft-Technik“ ab dem Studienjahr 2015/2016 im neuen Curriculum für das Lehramt an Grundschulen (Huber, A. 2011).
Publikationen/Quellen:
Altrichter, H. & Posch, P. (2007). Lehrerinnen und Lehrer erforschen ihren Unterricht. Unterrichtsentwicklung und Unterrichtsevaluation durch Aktionsforschung (4.Aufl.). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Huber, A. (2010). Luft und Wasser in pädagogisch geleiteten Experimenten. S. 29-44. In: AG Naturbild. Natur und Technik in frühen Bildungsprozessen. Bd. 1: Pädagogische Förderung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Huber, A. (2011). Naturwissenschaftliches Lernen – Neue Wege in der Ausbildung von Grundschullehrerinnen und –lehrern. S. 39 - 50. In: AG Naturbild. Natur und Technik in frühen Bildungsprozessen. Bd. 2: Kinder wahrnehmen und verstehen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Lück, G. (2000). Naturwissenschaften im frühen Kindesalter: Untersuchungen zur Primärbegegnung von Kindern im Vorschulalter mit Phänomenen der unbelebten Natur. Lit-Verlag.
Reitinger, J. (2013). Forschendes Lernen: Theorie, Evaluation und Praxis in naturwissenschaftlichen Lernarrangements. Kassel: Prolog-Verlag.
Sodian, B. (1998): Wissenschaftliches Denken. S. 566-570. In: Rost, D.H.: Handwörterbuch der Pädagogischen Psychologie. Weinheim: Beltz, Psychologie Verlags Union.

Methode

Forschungsdesign der Studie: Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich auf das gesamte Studiensemester 2010 (Sommersemster 2010) und umfasste eine Stichprobe von 68 Studierenden zum Lehramt an Grundschulen sowie zur Ausbildung zum/zur Elementarpädagogin/Elementarpädagogen. Mit einer Methodenkombination aus einer Inhaltsanalyse der Portfolios - begleitet durch ein Lerntagebuch, einem quantitativen Fragebogen, in dem Einstellungen und das Kompetenzempfinden von Studierenden zu Beginn und am Ende des Semesters erhoben wurden, und einer abschließenden Gruppendiskussion, sollte Einblick in die Entwicklung des Komptenzempfindens in den naturwissenschaftlich-technischen Bereichen des (Sach-) Unterrichts gewähren. Ergebnisse der Studie wurden in der Publikation Huber, A. (2011). Naturwissenschaftliches Lernen – Neue Wege in der Ausbildung von Grundschullehrerinnen und –lehrern. S. 39 - 50. In: AG Naturbild. Natur und Technik in frühen Bildungsprozessen. Bd. 2: Kinder wahrnehmen und verstehen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren veröffentlicht und bilden eine Grundlage für die Curriculumsentwicklung sowohl für die Basisausbildung als auch für den Schwerpunkt „Mathematik-Naturwissenschaft-Technik“ für das Lehramt an Grundschulen ab dem Herbstsemester 2015/2016 an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz.

Ergebnisse

In der Studie konnte eindrucksvoll nachgewiesen werden, dass eine noch intensivere Verknüpfung von theoretischen Inhalten – sowohl naturwissenschaftlich-technische Inhalte als auch Konzepte zur Vermittlung mit der (schul-) praktischen Erprobung mit Kindern erforderlich ist. Ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor dabei ist die Lernbegleitung der Studierenden durch ihre Seminarleiterinnen und –leiter. Daraus ergibt sich die Forderung einer verstärkten Kooperation sämtlicher relevanter Bildungsinstitutionen und einer intensiveren Lernprozessbegleitung. Detaillierte Ergebnisse dokumentieren dies in der Studie von Astrid Huber (2011). Naturwissenschaftliches Lernen – Neue Wege in der Ausbildung von Grundschullehrerinnen und –lehrern. S. 39 - 50. In: AG Naturbild. Natur und Technik in frühen Bildungsprozessen. Bd. 2: Kinder wahrnehmen und verstehen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

Publikationen (+ link zum OBV)
  • Text folgt
Hauptkategorie(n)Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
Bildungswesen (Themenfeld)
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