Beginnjahr 2004 Abschlussjahr 2005

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AbstraktDas Lehrplananliegen "Berufsorientierung" kann einerseits in verschiedenen Realisierungsformen (als Unterrichtsprinzip/als Unverbindliche Übung/seit 1998/99 als Verbindliche Übung) didaktische Gestalt annehmen, andererseits trifft diese Vielgestaltigkeit auf ein heterogenes Feld der Schulorganisation. So finden sich ASO-Schülerinnen und Schüler in nieder- bis hochorganisierten selbstständigen Sonderschulen ebenso wie in den an Hauptschulen angegliederten Einzelklassen. Darüber hinaus findet - dem sozialintegrativen Gedanken folgend - zunehmend der Unterricht in "I-Klassen" (an Haupt- aber auch per Schulversuch an Sonderschulen) statt, wobei die sonderpädagogische Betreuung zwischen einer nur stundenweisen Betreuung durch eine Stützlehrkraft und einer permanent anwesenden Begleitlehrkraft schwankt.Der Komplexität dieses organisatorischen und didaktischen Bedingungsgeflechts entspricht eine bislang wenig erforschte und weithin von standortspezifischen Zufälligkeiten geprägte Position und Wertigkeit des berufsorientierenden Lehrplanauftrages. Mit Hilfe einer systematischen empirischen Untersuchung in Form einer bundesweiten Totalerhebung soll nun aufgezeigt werden, in welcher Form, in welcher Intensität und mit welchen Effekten bei Schüler/innen an der 8. Stufe der ASO sowie bei SPF-Kindern an Hauptschulen dem Lehrplanauftrag zur schulischen Berufsorientierung nachgekommen wird. Die tatsächlichen Größenordnungen sollen erfasst sowie ihre Auswirkungen auf das unterrichtliche Geschehen analysiert werden. Daraus sollen die Größe des Optimierungspotenzials und die Notwendigkeit zur Optimierung schulischer Berufsorientierungsprozesse aus der Steuerungssicht der Schulbehörde abgeleitet werden.
MethodeAngestrebt wird eine Gesamtschau unter Berücksichtigung oben angeführter Befragtengruppen, wobei im Verfahren Qualitätsindikatoren eingesetzt werden, die sich im Rahmen einer BO-Studie an Hauptschulen und AHS (2002) als aussagekräftig erwiesen haben.
ErgebnisseEmpirische Instrumente liegen vor, die Erhebung fand im Mai 2005 statt.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenTotalerhebung an sämtlichen Hauptschulen Österreichs, die in der 4. Klasse Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf (nach dem Lehrplan der ASO) unterrichten sowie an sämtlichen 8. Klassen der allgemein bildenden Sonderschulen. Als Befragtengruppen gelten a) ca. 3.000 Schüler/innen b) deren Eltern (ca. 3.000) c) an ASO-Klassen: ca. 400 Klassenlehrkräfte d) an "I-Klassen": ca. 430 HS-Lehrkräfte mit BO-Bezug bzw. Stütz- od. Begleitlehrkräfte.
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Hauptkategorie(n)Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
Bildungstheorie (Themenfeld)
Sonderpädagogische Förderung (Themenfeld)
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