Beginnjahr 1996 Abschlussjahr 1999

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktDas Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Teile: a) Orientierung in der modernen, individualisierten Gesellschaft - eine pädagogische Herausforderung: Der Prozeß der Individualisierung resultiert in der fundamentalen Orientierungslosigkeit des einzelnen, wobei das Individuum selbst das Resultat dieses Prozesses ist. Der Mensch ist orientierungslos, weil er zum Individuum geworden ist. Dies bringt fundamentale Konsequenzen für pädagogisches Denken und Handeln mit sich. Djie klassische pädagogische Aufgabe, dem einzelnen Orientierungsmöglichkeiten anzubieten und zu vermitteln, wird zumehmend unmöglich. b) Ironie als eine pädagogische Kategorie in der Haltlosigkeit: In ein interdisziplinäres Dreieck von Philosophie, Sozialwissenschaften und Pädagogik eingespannt, setzt sich das Projekt mit Modernisierungsprozessen auseinander. Dieser Kontext wird mit dem Begriff "Haltlosigkeit" umrahmt. Vor diesem Hintergrund verlieren moderne pädagogische Grundvorstellungen und daraus entwickelten Begriffsinstrumentarium zusehends an Tragfähigkeit.Damit entsteht ein theoretischer und praktischer Handlungsbedarf zur Durcharbeitung und Weiterentwicklung pädagogischer Grundlagen auf der Basis einer "demostruktivistischen" Ansprüchen genügenden Perspektive. Diesem Handlungsbedarf sucht das Forschungsvorhaben mit der Entwicklung einer Position der Ironie nachzukommen. Das Ziel des Forschungsprojektes ist zum einen die Erkundung und Entwicklung neuer Perspektiven für die erziehungswissenschaftliche Diskussion im Hinblick auf die Bearbeitung stetiger Modernisierungs- und Individualisierungsdynamik und daran anschließender Problemfelder, zum anderen wird die Prüfung und Weiterentwicklung des grundlegenden pädagogischen Begriffsinstrumentariums im Hinblick auf dessen Fähigkeit, diese Veränderungsdynamik mit ihren Folgewirkungen adäquat zu erfassen und in Handlungsmodelle umzuformen, angestrebt.
MethodeDas Forschungsvorhaben bedient sich ja methodischer Hinweise einer systematischen Literaturanalyse. Das Vorgehen ist insoweit hermeneutisch, als es auf die Auseinandersetzung mit Texten bezogen ist, jedoch nicht interpretativ im Sinne einer Textauslegung oder -deutung. Vielmehr ist die Auseinandersetzung einem analytischen Verfahren verpflichtet, dem es darum geht, die Widersprüche zwischen den gesellschaftlichen Verhältnissen und den pädagogischen Konzeptionen transparent zu machen.
Ergebnisse- Sicherung der Literatur - Exploration des Forschungsgegenstandes - Bearbeitung der theoretischen Grundlagen - Untersuchung von Perspektiven und möglichen Lösungsansätzen
Hauptkategorie(n)Verhalten und Persönlichkeit
Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
Bildungsinhalt (Themenfeld)
Mit den Themen des Projekts weitersuchen