Beginnjahr 2000 Abschlussjahr 2001

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Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschLeistungsvergleich, Mittelstufe, Englische Sprache, Bildungszugang
AbstraktA) Fragestellungen: 1) Wie unterscheiden sich Kinder aus ländlichen bzw. städtischen Hauptschulen von GymnasiastInnen (im Fach Englisch)? 2) Wovon hängen diese Unterschiede ab? 3) Ist die Einstufung in verschiedene Schultypen/ Leistungsgruppen objektiv und vergleichbar oder sind gewisse Kinder benachteiligt? B) Haupthypothese: Die Einstufung in einzelne Schultypen und drei niveau-differenzierende Leistungsgruppen in der Hauptschule ist - was das Leistungskriterium betrifft - wenig objektiv, reliabel und valide und somit nicht vergleichbar. C) Subhypothesen: 1) Die Leistungen der Kinder in den unterschiedlichen Schultypen und Niveaugruppen überschneiden einander stark. (= Überschneidungshypothese) 2) Es ist zu erwarten, dass der Durchschnittswert der Leistungen im Gymnasium deutlich höher ausfallen wird, auch die Höchstleistungen der Gymnasialkinder werden von Kindern der Hauptschule nicht erreicht. Dennoch wird es im Mittelbereich breiteste Überschneidungen geben. (= Überlegenheitshypothese)3) Auch der Faktor "örtliche Determinante" wird sich auf das Ergebnis auswirken: Kinder aus sogenannten Landhauptschulen werden durchschnittlich bessere Leistungen erbringen als solche aus Stadthauptschulen oder zum Teil sogar städtischen Gymnasien. (= Stadt-Land-Hypothese) 4) Die Einstufung in Leistungsgruppen ist wenig vergleichbar und erfolgt weniger nach objektiven Leistungskriterien als nach regionalen bzw. schul- und gruppeninternen Maßstäben. So gibt es hier zwischen allen drei Leistungsgruppen breiteste Überschneidungen. (= Einstufungshypothese) 5) Am Ende der 4. Klasse ist das Abschneiden (Zeugnisnote) eher vom Schulstandort und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse/Gruppe abhängig als von der objektiven Leistungsfähigkeit. Die erhaltenen Zeugnisnoten enthalten keine wirklichen Informationen über die tatsächliche Leitunsgfähigkeit der Kinder, da sie weder objektiv noch vergleichbar sind. (= Notenhypothese)
MethodeQuerschnittsuntersuchung (Englischtests) zu 2 verschiedenen Zeitpunkten des Schuljahres 2000/2001 in 2 verschiedenen Schulstufen: a) am Beginn der 2. Klasse über den Kernstoff der ersten Klasse; b) am Ende der 4. Klasse über den Basisstoff der Unterstufe (Schwerpunkt: 3./4 Klasse); hier zusätzliche Erhebung der Zeugnisnote; die statistische Auswertung umfasste Mittelwerts- Median- und Streuungsvergleiche bzw. die Prüfung diverser Zusammenhänge und Signifikanzen;
ErgebnisseDie Ergebnisse in einem so kurzen Absatz zu beschreiben, würde einfach eine unzulässige Verkürzung derselben mit sich bringen. Sie sind so differenziert, dass sie nur im Zusammenhang und vor dem Hintergrund einer angemessenen Interpretation dargestellt werden sollten. Deshalb sei auf den bereits an das Bundesministerium frü Bildung, Wissenschaft und Kultur geschickten Projektbericht verwiesen, der sich auch auf der Homepage der Pädagogischen Akademie Baden (www.pabaden.ac.at) wiederfindet. Im großen und ganzen wurden aber die aufgestellten Hypothesen bestätigt.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenTests (group-free/group-fair); zusätzliche Erhebung von folgenden demographischen Daten: Schulstandort, Klasse, Leistungsgruppe, Geschlecht; Zeugnisnote (nur bei 4. Klasse); die ausgewählten fünf Schulen (drei Hauptschulen; zwei Allgemein bildende höhere Schulen) waren Stadt- und Landschulen, die vom Lehrplan bzw. den schulautonomen Bestimmungen (Stundentafel) vergleichbar waren; die Stichprobe umfasste 337 Schülerinnen und Schüler der 6. bzw. 8. Schulstufe; Knaben und Mädchen bzw. SchülerInnen an Hauptschulen und Allgemein bildenden höheren Schulen waren relativ gleichmäßig verteilt.
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