Beginnjahr 2011 Abschlussjahr 2013

Institutionen

durchführende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Niederösterreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschMathematik, , Lernpfade, , Genderaspekte, , Didaktik, , Grundkompetenzen, , Komptenzen, , Bildungsstandards, , standardisierte Reifeprüfung, Gendersensitiver Mathematikunterricht, Erfolgreicher Technologieeinsatz
Schlagwörter EnglischMathematics, CAS, computer aided lessons
Abstrakt

MEDIENVIELFALT UND GENDERASPEKTE IM MATHEMATIKUNTERRICHT: LET´S DO IT!

Das Forschungsprojekt „MEDIENVIELFALT UND GENDERASPEKTE IM MATHEMATIKUNTERRICHT: LET´S DO IT!“ widmet sich drei essentiellen und aktuellen Bereichen des Mathematikunterrichts. Diese sind gendersensitiver Mathematikunterricht, erfolgreicher Technologieeinsatz im Mathematikunterricht sowie nachhaltiges Lernen im Mathematikunterricht mit einer Orientierung an den Bildungsstandards im Bereich der Sek1 und den zu erwerbenden (Grund-)Kompetenzen in der Sek 2. Mit der Konzeption, Erstellung, Erprobung und Evaluierung von Lernpfaden (didaktisch aufbereiteten Online-Materialien samt Begleitmaterial für Lehrende) werden die oben genannten Bereiche erforscht.

 

Gendersensitiver Mathematikunterricht

In der mathematisch-fachdidaktischen Gender- und Kognitionsforschung wird zwischen „funktionalen“ und „prädikativen“ Denkweisen (Schwank 1994, S. 31) unterschieden. Bei Mädchen scheint der prädikative, bei Buben hingegen der funktionale Denkstil ausgeprägter zu sein. Beide Denkstile sind für die Mathematik wichtig, dennoch muss vor allem bei Mädchen der für die Mathematik besonders bedeutende funktionale Denkstil gefördert werden. Im Gegensatz dazu hat die Evaluation des Vorgängerprojekts „Medienvielfalt im Mathematikunterricht“ gezeigt, dass Mädchen bei Aufgaben mit Textcharakter („Textaufgaben“) tendenziell deutlich besser abschneiden als Burschen, letztere hierin also besondere Unterstützung brauchen.

 

Erfolgreicher Technologieeinsatz

Die Evaluation (1500 Schüler/innen, 88 Lehrer/innen) des  ersten Medienvielfaltsprojekt (2004-2006) hat in ersten Schritten dazu beigetragen, den erfolgreichen Technologieeinsatz zu erforschen. Es konnte nachgewiesen werden, dass die in den Lernpfaden enthaltenen interaktiven Multimedia-Komponenten einen wesentlichen Beitrag zum Verstehen von Mathematik leisten können (Stepancik 2008, S.  258ff.). Des Weiteren wurden mit der formativen Evaluation des Nachfolgeprojekts (2008-2010) vier ausgewählte Lernpfade von Experten/innen der Fachdidaktik Mathematik und E-Learning Didaktik sowie Lehrer/innen und Schüler/innen begutachtet. Diese Ergebnisse sind nun im Rahmen des Projekts „MEDIENVIELFALT UND GENDERASPEKTE IM MATHEMATIKUNTERRICHT: LET´S DO IT!“ in die Überarbeitung der Lernpfade eingeflossen.

 

Nachhaltiges Lernen

Die im Vorgängerprojekt durchgeführten Wissenstests haben uns sehr positiv überrascht. Bei vier Lernpfaden aus der Sekundarstufe 1 hat sich gezeigt, dass mehr als 60% der Fragen, die sich an den Bildungsstandards orientieren, von den Schüler/innen, die zuvor mit dem Lernpfad gearbeitet hatten, richtig beantwortet wurden.  Dieser Prozentsatz liegt damit deutlich höher als bei entsprechenden Standardtestungen!

MethodeSiehe Erhuebungstechniken
Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Die umfangreich angelegte Evaluation besteht aus den folgenden zwei Kernstücken.

  1. Alle Testlehrer/innen (im Sommersemester 2011 schon rund 80 Lehrkräfte) erhalten einen Online-Fragebogen vor, während des und nach dem Lernpfadeinsatz. Dabei wird erhoben, in welchen Unterrichtsszenarien der Lernpfadeinsatz geplant ist, wie intensiv sich die Lehrenden schon mit den Bildungsstandards und dem neuen Konzept der Reifeprüfung befasst haben und welche Erwartungen die Lehrenden mit dem Lernpfadeinsatz verknüpfen. Ferner wird die Rolle der Lehrperson bei einem solchen Unterricht untersucht und ein abschließendes Feedback, mit dem auch an den Eingangsfragebogen angeschlossen wird, eingeholt.
  2. Zwei Lernpfade wurden ausgewählt, die einer besonders ausführlichen Evaluation unterzogen werden. Die beiden Lernpfade wurden ebenso wie alle anderen überarbeitet und werden noch im Sommersemester 2011 von Experten/innen begutachtet. Im Herbst 2011 werden diese beiden Lernpfade dann einem speziellen Evaluationsszenario mit Vergleichsklassen unterzogen. Hierbei ist folgendes Vorgehen geplant:
    Zwei Lehrpersonen aus der gleichen Jahrgangstufe werden ausgewählt. Eine davon bearbeitet das Thema „Direkte und indirekte Proportionalität“ mit dem Lernpfad, die andere ohne Lernpfad. Umgekehrt verhält es sich beim Thema „Pythagoras“. Die beiden Lehrpersonen werden vor, zwischen und nach diesen Unterrichtsphasen interviewt. Die Schüler/innen erhalten vor und nach diesen Unterrichtsphasen einen Test, um einerseits Zuwächse beim Denkstil und andererseits Wissenszuwächse feststellen zu können. Zum Abschluss wird das Feedback der Schüler/innen mittels Gruppeninterview eingeholt. Alle Einzel- und Gruppeninterviews werden vollständig transkribiert und durch die Methode der Inhaltsanalyse (vgl. Mayring 2010, S. 59ff.) ausgewertet.
Internet (pages + downloads)
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Hauptkategorie(n)Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
Schulen und andere Bildungseinrichtungen
Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
Bildungsinhalt (Themenfeld)
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