Beginnjahr 2003 Abschlussjahr 2005

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktDer Leitfaden für gendersensible Didaktik fasst Erfahrungen zusammen, die im Rahmen der Evaluaierung des Gesamtprojekts "Universität & Arbeitsmarkt"gewonnen wurden. Er wurde auf Basis der Begleitevaluierung und bereits vorliegender Literatur zur gendersensiblen Didaktik erarbeitet. Der Strukturierung und dem Aufbau des Leitfadens wurden Überlegungen zu folgender Frage vorangestellt: „Welche Aufgaben können von welchen Akteurinnen und Akteuren in Angriff genommen werden, wenn das Ziel die „Gendersensibilität der Lehre“ lautet?Der Aufbau des Leitfadens spiegelt Überlegungen zu dieser Frage wider: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Lehrende bereits bei der Vorbereitung ihrer Lehrveranstaltungen darauf hinwirken können, die Gendersensibilität ihrer Lehre zu verbessern: sie können die Auswahl der Inhalte, die Gestaltung der Lehrunterlagen und die Vorbereitung und Durchführung des Lehrprozesses selbst, das heißt, die Auswahl und die Anwendung der Lehrmethoden, gendersensibel gestalten. Beide Vorhaben sind voraussetzungsvoll, sie bedürfen verschiedenster Ressourcen wie Zeit, Weiterbildung in Gender-Inhalten und Prozesskompetenzen, Reflexion, organisatorische und finanzielle Unterstützung seitens der Organisation, etc. Daher gilt es – parallel zu beiden Schritten – Gendersensibilität von Lehrangeboten auch in den Organisationen, die Lehrangebote machen, zu verankern.
MethodeTeil 1 richtet sich an Lehrende, die mit der Integration von Gendersensibilität in ihre Lehre beginnen wollen oder die ihre bisherigen Methoden und Praktiken verbessern wollen. Teil 2 richtet sich explizit an Lehrende mit Erfahrungen in Gruppenprozessen. Teil 3 richtet sich an Vertreter und Vertreterinnen von Organisationen, die Gendersensibilität in ihre Lehrangebote integrieren wollen und die diesbezüglich Veränderungsprozesse innerhalb der Institution anstoßen bzw. die Lehrenden (Teams) bei der Umsetzung unterstützen wollen. Die 3 Teile des Leitfadens sind also so konzipiert, dass sie gegebenenfalls auch getrennt von einander lesbar und anwendbar sind.
ErgebnisseTeil 1: (1) Vorbereiten von Lehrinhalten: In Teil 1 befindet sich eine Tabelle mit Literaturempfehlungen zum Aufbau und der Vertiefung des Wissens um Gender, um rasch zu für das jeweilige Lehrangebot relevanten Inhalten zu kommen. (2) Erstellen von Lehrunterlagen: Es wurde eine Checklist zusammengestellt, die eine Vielzahl von Vorschlägen und Möglichkeiten enthält, wie Lehrunterlagen nach den Prinzipien der Gendersensibilität erstellt oder überarbeitet werden können. (3) Auswählen von Lehrmethoden: Eine detaillierte und anwendungsorientierte, mit Beispielen versehene Methodenübersicht enthält Vorschläge für die Gestaltung von Anfangssituationen in Lehrveranstaltungen, für die Gestaltung des Lehrprozesses und für die Gestaltung von Abschlusssituationen in Lehrveranstaltungen. Teil 2: Gendersensibilität im Lehrprozess zeigt anhand von inhaltlichen Einführungen und anwendungsorientierten Beispielen auf, wie im Lehr- und Lernprozess selbst in der Interaktion von Lehrenden und Lernenden Gendersensibilität erhöht werden kann. Die hier dargestellten Vorschläge bieten Anregungen, wie Lehrende durch bestimmte Methoden den Lernprozess der Teilnehmenden in Hinblick auf deren Genderkompetenz unterstützen können. Im Vergleich zu Teil 1 bauen die hier vorgestellten Interventionen stärker auf die individuelle Erfahrung und Gruppenleitungskompetenz der Lehrenden auf.-Teil 3: Gendersensibilität organisieren: Teil 3 skizziert, wie Gendersensibilität von Lehrangeboten sich in Organisationen, die Lehrangebote machen, verankern lässt.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenDas Lehrprogramm "Universität & Arbeitsmarkt - Berufsorientierung und prozessorientiertes Lernen" wurde durchgehend von einem Beobachter/innenteam (jede Lehrveranstaltung) beobachtet. Die Beobachtungsergebnisse wurden in einem mehrstufigen Verfahren ausgewerten: Beobachtungsprotokoll (inklusive Videoaufnahmen), im Beobachter/innenteam, Rückkoppelungsprozesse zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den Lehrenden. Die Ergebnisse des Leitfaden wurden dann vom Leitungsteam durch theoretische Literatur und Studien ergänzt.
Publikationen (+ link zum OBV)
  • Hefler, Günther ; Gindl, Michaela: Spielräume erweitern - Konfrontationen fruchtbar machen: IMST 3. // In: MST-Newsletter : eine Publikation des Projekts IMST / Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS), Projekt IMST . - Klagenfurt : Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Inst. für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS), Projekt IMST , 2002 Hauptsacht. bis 5.2006=Ausg. 20: Innovations in mathematics, science and technology teaching newsletter. - Zusatz anfangs: IMST-2-Newsletter. - Zusatz teils: IMST-3-Newsletter. - Nebent. anfangs: IMST-Newsletter . - Urh. anfangs: Interuniversitäres Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, IFF. - Adresse des Verl.: 6020 Klagenfurt, Sterneckstraße 15 . - Periodizität: vierteljährl. . - Online-Ausg. --->: Innovations in mathematics, science and technology teaching. - ISSN 1814-1986. 6. 2006,17, S. 6
    Link zum Bibliotheken Verbund
Internet (pages + downloads)
Mit den Themen des Projekts weitersuchen