Beginnjahr 2008 Abschlussjahr 2010

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Personen

ProjektleiterInnen+Ansprechpersonen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
AbstraktFremdsprachenlehrer(innen) sind aufgrund von Migrationsprozessen immer mehr mit sprachlich und kulturell heterogenen Klassen konfrontiert; dennoch blendet die fremdsprachendidaktische Mehrsprachigkeitsforschung die migrationsbedingte, lebensweltliche Mehrsprachigkeit als Ressource für das weitere institutionelle Fremdsprachenlernen überwiegend aus. Diese verschiedenen Formen der Mehrsprachigkeit sollten jedoch nicht losgelöst voneinander gesehen werden. Es ist vielmehr notwendig, den Blick auf verschiedene Schüler(innen)persönlichkeiten innerhalb der Lerngruppen mit unterschiedlichen, oft durch lebensweltliche Mehrsprachigkeit geprägten Biographien zu lenken und zu erforschen, welches Potential auch die migrationsbedingte, lebensweltliche Mehrsprachigkeit für das weitere Fremdsprachenlernen darstellen kann.Ziel dieses Dissertationsprojekts ist es, diese verschiedenen Formen der Mehrsprachigkeit zusammenzuführen und die Mehrsprachigkeitsbewusstheit von lebensweltlich mehrsprachigen Tertiärsprachenlernenden des Französischen zu untersuchen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich die subjektiven Theorien dieser Französischlerner(innen) zur Rolle ihrer eigenen Mehrsprachigkeit in ihrem Tertiärsprachenlernprozess beschreiben lassen. Auf welche Art sind sich lebensweltlich mehrsprachige Tertiärsprachenlernende ihrer Mehrsprachigkeit bewusst? Wie nehmen sie verschiedene Aspekte ihrer Mehrsprachigkeit wahr und wie bewerten sie diese? Welchen Stellenwert räumen sie ihrer Mehrsprachigkeit für ihr eigenes Französischlernen ein?
MethodeAls zentrales Erhebungsinstrument dienen problemzentrierte Leitfadeninterviews. Im Sinne der kommunikativen Validierung der subjektiven Theorien im Dialog-Konsens als hermeneutisches Wahrheitskriterium werden nach den leitfadengestützten Interviews in validierungsorientierten Interviews die zuvor angesprochenen Themen noch einmal diskutiert, um im Dialog mit den Befragten zu prüfen, ob die ermittelte Subjektive Theorie tatsächlich den Kognitionen aus der Innensicht des Forschungspartners- der Forschungspartnerin entspricht.
Erhebungstechniken und AuswahlverfahrenEs wurde ein subjektzentrierter Ansatz gewählt, der auf der Mikroebene der Befragten ansetzt. Daher ist das Forschungsprojekt methodisch im Umkreis des Forschungsprogramms "Subjektive Theorien (FST)" angesiedelt, welches in einem zweiphasigen Forschungsprozess die Innensicht von Personen zu konkreten Untersuchungsgegenständen in den Blick nimmt. Nach vertiefenden Einzelfallanalysen, mittels derer der Rolle der Mehrsprachigkeitsbewusstheit beim schulischen Tertiärsprachenlernen nachgegangen wird und in exemplarischer Funktion die subjektiven Theorien der Tertiärsprachenlernenden dargestellt werden, sollen, zur Ermittlung von Annäherungen und Abweichungen, die Perspektiven zudem in vergleichenden Analysen zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Hauptkategorie(n)Bildungsinhalt (Themenfeld)
Verhalten und Persönlichkeit
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