Beginnjahr 2013 Abschlussjahr

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Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschUnterrichtswissenschaft
Abstrakt

Theoretischer Hintergrund: Das Forschungsprojekt heißt "Phänomenologische Studien zu schulischen Lernerfahrungen" (Arbeitstitel ist ein Teilprojekt des Forschungsprojekts "Personale Bildungsprozesse in heterogenen Lerngruppen III"). Das Forschungsprojekt geht dem Lernen auf die Spur. lm Mittelpunkt des Interesses steht das Lernen der Schüler und Schülerinnen, speziell der Verlauf ihrer Bildungsprozesse in den vier Jahren Mittelschulzeit. Wie und als was erfahren Schülerinnen und Schüler schulische Ansprüche tatsächlich und was widerfährt ihnen am Ort Schule? Für die 14-Jährigen spielen diese Fragen eine besondere Rolle, stehen sie doch am Übergang in die Sekundarstufe Il oder in die Lehre oder den Beruf. Das Teilprojekt "Phänomenologische Studien zu schulischen Lernerfahrungen" wird sich einem ausgewählten Phänomen des Lernens in den beforschten Bildungsprozessen widmen. Dem Forschungsvorhaben liegen der lerntheoretische Ansatz sowie das phänomenologische Verständnis von Lernen als bildender Erfahrung zugrunde. Für Meyer-Drawe (2008, S.15) beginnt Lernen dort, wo und wenn das Vertraute seinen Dienst versagt und das Neue noch nicht zur Verfügung steht. Bildende Erfahrung kann als etwas Neues bei Schülerinnen und Schülern in der Schule und anderswo entstehen, wenn sich die Gedankenwelten, Vorstellungen und Ideen von Anderen (Lehrpersonen, Mit-Lernenden) oder einem Fachbereich mit denen des Lernenden berühren, überlagern oder verschränken (Waldenfels 2007, S. 433). Erfahrung knüpft an Vorerfahrungen an und verändert den Erfahrenden bzw. sein Verhalten (Buck 1989, S. 16). Aufgrund einer solchen Erfahrung verhält man sich nicht nur zu den Dingen und Menschen anders, sondern vor allem zu sich selbst in neuer Weise (ebd., S. 77). Jede neue Erfahrung überschreibt die alte. Diese verschwindet nicht, ändert jedoch ihre Modalität. Etwas als etwas zu erinnern, meint anderes als etwas erfahren. (Meyer-Drawe 2010, S. 10) Wann stellen sich in Schule bildende Erfahrungen ein was und wie spielt eine Rolle beim schulischen Lernen, inwiefern kann dieses Was und das Wie im Unterricht stärker oder anders berücksichtigt werden? Schratz und Westfall-Greiter (2012, S. 27) sprechen von personalisiertem Lernen, wenn sich diese persönliche Auseinandersetzung als Verinnerlichung mit der Veräußerlichung, durch die Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, verschränkt. Wie kann diese Verschränkung im Unterricht bzw. Schule passieren, damit wir anders und anders wirkmächtig werden? Diese Fragen sind Gegenstand der Untersuchungen. Forschungsdesign: Es handelt sich um eine qualitative Forschung, die phänomenologisch orientiert ist. Im Rahmen einer Langzeitstudie, die auf den Ergebnissen und Vorarbeiten des Projekts Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen aufbaut, werden die gelebten Lern- und Schulerfahrungen von 48 Schülern und Schülerinnen der vierten Klasse aus 24 österreichischen Neuen Mittelschulen von einer siebenköpfigen Forschungsgruppe erhoben und empirisch erfassbar gemacht. Das Teilprojekt "Phänomenologische Studien zu schulischen Lernerfahrungen" erhebt die Daten bei vier SchülerInnen an zwei Neuen Mittelschulen.

Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

Zentrale Forschungsfragen: Inwiefern haben die schulischen Lernerfahrungen der Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Mittelschulzeit zu gelingenden bzw. misslingenden Bildungsprozessen beigetragen? Welche bildenden Erfahrungen zeigen sich in erinnerten prägenden schulischen Ereignissen? Was sind angemessene Forschungszugänge diese zu erfassen?

Forschungsinstrumente: Gespräche mit Schülern und Schülerinnen, Lehrpersonen, Schulleitung, Eltern; Protokolle gelebter Lernerfahrung; Fokusgruppen, Fotos, Leistungsnachweise; Vignetten; Anekdoten

Mit den Themen des Projekts weitersuchen