Beginnjahr 2012 Abschlussjahr 2016

Institutionen

durchführende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschBehandlungszufriedenheit, Lebenszufriedenheit, OPD-KJ, psychotherapeutische Behandlung
Abstrakt

Das Hauptziel dieser Untersuchung ist der Effizienznachweis der stationären psychotherapeutischen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen. Die Ergebnisse sollen zur Qualitätssicherung der Abteilung und der Anpassung an den Versorgungsbedarf beitragen. Als Indikatoren werden Lebens(qualität)zufriedenheit, Symptomreduktion sowie die Zufriedenheit psychiatrischer Patienten mit ihrem stationären Aufenthalt herangezogen. Letzteres gilt inzwischen als wichtiges Qualitätskriterium und wird als Indikator zur Erhebung empfohlen (Richter, 2004). Die subjektiv wahrgenommene Lebensqualität weist einen direkten Bezug zum Schweregrad der psychiatrischen Störung auf (Mattejat, F. et. al., 2005) und stellt zudem bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen ein lange vernachlässigtes Thema dar (Ravens-Sieberer, U., Ellert, U., Erhart, M., 2007). In Österreich gibt es bislang keine Studie, die sich mit einer  vollständigen Inanspruchnahmepopulation auseinandersetzt.

 

Methode

 Arbeitshypothese

Durch den therapeutischen Aufenthalt der Kinder/Jugendlichen an der Sozialtherapeutischen Abteilung Hinterbrühl (STA) kommt es neben der Symptomreduktion und Verbesserung der Lebenszufriedenheit zu einer strukturellen Persönlichkeitsveränderung im Sinn einer Anhebung des Strukturniveaus.

Stichprobe

Die Daten von allen PatientInnen und ihren Kindesmütter, die zwischen Frühjahr 2013 und Herbst 2015 an der STA aufgenommen wurden sind in der Studie inkludiert. Bis dato konnten 89 Jugendliche (davon vierzehn Abbrüche) in die Studie aufgenommen werden. Die Geschlechterverteilung beträgt zu 76% Burschen und zu 24% Mädchen. Das Durchschnittsalter ist M=15,12 (SD=1,63). Der Gesamt-IQ von M=85 (SD=15,90) zeigt, dass die Jugendlichen, die auf die STA aufgenommen wurde, im unteren Durschnitt liegen. Die Defizite zeigen sich besonders im Arbeitsgedächtnis M=82,31 (SD=14,94), wo bei das Wahrnehmungsgebundenes Logisches Denken M=91,29 (SD=13,59) im Gegensatz relativ gut entwickelt ist.

 

Ergebnisse

Die Analyse der Daten erfolgte mit Unterstützung von IBM SPSS Statistik 20.

Aus den bisher vorliegenden Daten (N=18) zeigt sich aus Sicht der befragten Eltern und Angehörigen, dass sich die Symptomatik der behandelten Kinder und Jugendlichen im Zuge ihres stationären Aufenthaltes insgesamt signifikant verbessert (t[17] = 3.27, p = .005, 95% CI [5.57, 26.65]) sowohl hinsichtlich einer Reduktion internalisierender (t[17] = 3.20, p = .005, 95% CI [-1.72, 8.39]) wie auch externalisierender Verhaltensauffälligkeiten (t[17] = 2.30, p = .035, 95% CI [.43, 10.24]). Als auch seitens der Kinder und Jugendlichen selbst, sowie vom behandelnden Betreuungspersonal ist eine Tendenz in die beschriebene Richtung absehbar. Zudem steigt die Lebenszufriedenheit an. Sehr erfreulich ist, dass die sehr hohe Behandlungszufriedenheit, gemessen kurz nach der Aufnahme im Laufe des Aufenthaltes noch weiter steigt.

 

Bezogen auf das Strukturniveau ergeben sich in der bisherigen Zusammenschau der Ergebnisse statistisch signifikante Veränderungen hinsichtlich der Struktursumme (t[20] = 2.09, p = .049, 95% CI [.00, .67]), sowie der Subskalen Steuerung (t[20] = 2.91, p = .009, 95% CI [.13, .82]) und Selbst- und Objekterleben (t[20] = 2.61, p = .017, 95% CI [.08, .69]), in den Kommunikativen Fähigkeiten konnte kein Unterschied gemessen werden. Die Beziehungsbeobachtungen sind durchwegs sehr positiv, die SozialpädagogInnen sind den Jugendlichen trotz der intensiven Betreuung interessiert zugewandt, Zugneigung empfindend etc.. Diese Ergebnisse zeigen sich auch im Pathev, wo ersichtlich ist, dass die Therapien von den Jugendlichen sehr hilfreich empfunden werden.

 

Bei der BADO fällt auf, dass das Behandlungsergebnis bzgl. d Symptomatik u d Gesamtergebnisses als deutlich gebessert geratet wurde.

Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

 

Die Erhebung erfolgt im 1-Stichproben-Längsschnittdesign mit drei Testzeitpunkten: Aufnahme, Entlassung und 1-Jahres-Katmnese. Alle PatientInnen, d im Untersuchungszeitraum aufgenommen werden, gehen in die Studie ein.

 

Hauptkategorie(n)Verhalten und Persönlichkeit
Evaluation und Beratung
Soziales Umfeld (Gesellschaft, Kultur, Sprache und Religion)
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