Beginnjahr 2017 Abschlussjahr 2019

Institutionen

durchführende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschSprachförderung in der Primarstufe, Kooperation mit Sprachheilpädagog/innen, Musik- und Bewegungstraining
Schlagwörter EnglischCooperation with pedagogues of curative education , Training with music and exercises, Encouragement of the language on primary education level
Abstrakt

Ziel des Projekts ist es, durch den altersadäquaten und strukturierten Einsatz von Musik und Bewegung Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen zu fördern. Durch aktives und gezieltes Training musikalischer Verarbeitungsleistungen soll eine Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten erreicht werden.

Dies soll hauptsächlich in der Kleingruppe in Kombination mit den Sprachheilpädagoginnen geschehen, um durch den gezielten Einsatz von Musik Synergieeffekte zu generieren. 

Aus didaktischer Sicht erscheint es dabei sinnvoll, in einem ersten Schritt an musikalischen Parametern wie Rhythmus, Klangfarbe, Tempo oder Melodie zu arbeiten und erst in einem zweiten Schritt die Kombination aus Musik und Sprache mit einzubeziehen (Sallat, 2009).

Die Förderung der Melodie- und Rhythmuswahrnehmung wird u.a durch das gezielte Wahrnehmen von laut – leise, hoch – tief, schnell – langsam geschult, um so eine Verbesserung der musikalischen Verarbeitung von Lautstärke, Tonhöhe, Klang, Melodie, Tempo und Rhythmus zu erzielen.

Im Bereich der Kombination von Musik und Sprache zeigen die didaktischen Überlegungen eine Anlehnung an das an der Pädagogischen Hochschule Steiermark bereits laufende Forschungsprojekt SprachSpielGesang.

In der Verbindung von Musik und Sprache zeigt sich, dass die Formen und Strukturen einer Sprache in Liedern prägnant und schematisch abgebildet werden. Durch das laufende Wiederholen und Nachsingen der Texte werden diese memoriert, auch wenn sie noch nicht zur Gänze verstanden werden oder nicht zur Sprachkompetenz der Kinder gehören. 

Aufgrund der musikalisch-rhythmischen Verarbeitung der Silben und Wörter der Texte durch Töne und Stimmgebung wird die Sprachstruktur aufrechterhalten. Formal-kompositorische Elemente wie Refrain, Wiederholungen oder zyklische Formen fördern zudem die Fokussierung auf bestimmte sprachliche Elemente.

Die musikpädagogischen und -therapeutischen Möglichkeiten zur Förderung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen werden an der Pädagogischen Hochschule Steiermark praktisch erprobt, weiterentwickelt und evaluiert.

Wie bereits zu Beginn des Schuljahres stehen auch am Ende des Projekts Datenerhebungen zu den sprachlichen Fortschritten und erreichten Kompetenzen.

Methode

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Ergebnisse

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Erhebungstechniken und Auswahlverfahren

 Wintersemester/Sommersemster 2016/2017 (Versuchsgruppe 1. Schulstufe)

  •  Sprachheilpädagogische Reihenuntersuchung zur Feststellung möglicher Sprachentwicklungs-störungen
  • Konstituierung der Versuchsgruppe
  • Kennenlernen und Abgleichen der sprachheilpädagogischen sowie der musikpädagogischen und -therapeutischen Konzepte

  

Schuljahr 2017/18 (Versuchsgruppe 2. Schulstufe)

  •  Auswahl einer Vergleichsgruppe
  • Sprachheilpädagogische Begleitung und Förderung unter Anwendung musikpädagogischer und -therapeutischer Verfahren der Versuchsgruppe

  • Videoanalyse

  • Systematische und altersadäquate Weiterentwicklung der musikalischen Intervention

 

Schuljahr 2018/19 (Versuchsgruppe 3. Schulstufe)

  • Sprachheilpädagogische Begleitung und Förderung unter Anwendung musikpädagogischer und -therapeutischer Verfahren der Versuchsgruppe
  • Auswertung der Versuchsgruppe und der Vergleichsgruppe

  • Beschreibung, Publikation, Präsentation

  • Zusammenstellung der praktischen Ergebnisse in Form eines Kompendiums

  • Projektevaluierung

 

Hauptkategorie(n)Bildungsinhalt (Themenfeld)
Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
Mit den Themen des Projekts weitersuchen