Beginnjahr 2008 Abschlussjahr 2008

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen+Ansprechpersonen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschÜbersetzungskonzept
Abstrakt

Die Firma Gasthof Ogris hat ein konkretes zweistufiges Lern- bzw. Übersetzungs-Konzept angefordert. Das entwickelte Modell setzt sich zum Ziel, schrittweise die externe und interne Kommunikation in weiteren Sprachen zu erarbeiten. Dabei soll das Projekt die gelebte Mehrspachigkeit in den Vordergrund zu bringen und veranschaulichen, so dass die Besucher des Gasthofes sprachlich auch Nutzen ziehen. In weiterer Folge soll auch ein Sprachlernkonzept entwickelt werden. Mit dem Auftraggeber definierte der Auftragnehmer im Rahmen des Projektes die Konzeption eines zweisprachigen Konkordanzers, das später in ein multilinguales Alignement ausgebaut werden kann. Das ersellte bilinguale Alignement soll als Modell für die Einarbeitung vorhandenen, bzw. zukünftigen Sprachmaterials dienen. Ziel des Konkordanzers ist es, Textbausteine leichter zu übersetzen und Sprachmaterialen zu verwerten. •Textanalyse und Textempfehlung zur Überprüfung der Durchführbarkeit Zunächst wurden Textauszüge aus der Webseite der Firma Ogris ausgewählt, sie stellen die Basis zur Erarbeitung eines Prototyps dar. Im Rahmen einer allgemeinen Textempfehlung wurde der Text an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst, um die Prototyparbeit sinnvoll zu gestalten. Es handelt sich vor allem um Informationen über die Geschichte und die Ausstattung der Gastwirtschaft sowie um Auskünfte touristischer Art in der Umgebung des Gasthofes. Auch wenn Fachtermini und idiomatische Ausdrücke aus dem Bereich Tourismus und Gastronomie vorhanden sind, ist der Text nicht als Fachjargon einzuordnen und gehört somit der allgemeinen Sprachverwendung an. Die ausgewählten Textstellen wurden dann ins Französische übersetzt, um eine beispielhafte Konkordanz zu erstellen. •Entwicklung Bei der Entwicklung des Übersetzungsprototyps wurde anhand der ausgewählten Textstellen sowohl in der Ausgangssprache als auch in der Zielsprache versucht, ein Modell zu erstellen, das auf andere Sprachen übertragen werden kann. Mithilfe einer Konkordanzer-Software (Bilingualalignement) wurden in einem ersten Schritt die beiden Texte gegenübergestellt, um damit den Korpus der beiden Texte herzustellen. Die erstellte Konkordanz zwischen den beiden Sprachen bildet den Kern des Prototyps und ermöglicht in einem zweiten Schritt relevante Termini zu extrahieren und zu sortieren. Dabei galt das Augenmerk den vorhandenen Wörtern in der Ausgangssprache, da sie für alle anderen angedachten Zielsprachen als Basis dienen werden. Da es sich um flektierte Sprachen handelt, wurden in einem nächsten Schritt alle einzelnen Wörter, sofern sie flektiert waren, auch in ihrer Basisform wiedergegeben: Infinitivform für die Verben, Singular, Masculin für die Substantiva… Im Satzgefüge ändert sich die Gestalt eines Wortes je nach seiner Funktion (Kasus, Numerus, Genus und Tempus). Zum Beispiel bestimmen die Anwesenheit sowie die Form eines Artikels die Art, wie das Adjektiv flektiert wird. Diese Art von Kongruenz in der Kollokation liefert auch wichtige Anregungen zur Entwicklung des Lernkonzeptes. Die erstellte Konkordanz liefert also sowohl die Basisformen der einzelnen Wörtern sowie ihre deklinierte, bzw. konjugierte Art im Kontext.

Hauptkategorie(n)Bildungsinhalt (Themenfeld)
Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
Wirtschaftliches Umfeld
Sprachen
Mit den Themen des Projekts weitersuchen