Beginnjahr 2008 Abschlussjahr 2008

Institutionen

durchführende Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Europa, Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter DeutschWeiterbildung, ältere Arbeitnehmer, Motive, Beteiligungsquoten, Gründe für Weiterbildungsabstinenz
Schlagwörter Englischfurther training, older employees, motives, particiaption rates, reason for non-participation
Abstrakt

Kernthema der Studie ist die Weiterbildung älterer ArbeitnehmerInnen in Österreich. Anhand sekundärstatistischer Auswertungen sowie eigener Primärerhebungen wird versucht ein umfassendes Bild zur Weiterbildungsbeteiligung älterer ArbeitnehmerInnen zu zeichnen. Zusätzlich werden anhand einer internationalen Maßnahmenanalyse und ExpertInnen-Interviews Optionen zu einer Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung „älterer“ ArbeitnehmerInnen abgeleitet.

Methode

Zur Analyse der Weiterbildungsaktivitäten älterer ArbeitnehmerInnen wurden diverse Daten und Informationsquellen herangezogen. Dies begründet sich aus der Tatsache, dass jeder Datensatz nur gewisse Informationen bereitstellt. Als Kerngerüst der empirischen Analysen wurde das Mikrozensus 2003 ad-hoc-Modul „Lebenslanges Lernen“ verwendet. Es stellt die rezenteste und vom Stichprobenumfang breiteste Datenbasis zum Thema Weiterbildung dar. Zusatzinformationen konnten auch aus drei ibw-Primärerhebungen aus dem Frühjahr/Sommer 2008 gezogen werden. Dabei handelt es sich um eine WIFI-KursteilnehmerInnen-Befragung (die insbesondere auf Nutzenaspekte beruflicher Weiterbildung abzielte), eine ibw- Unternehmensbefragung zum Thema „ältere“ Beschäftigte und um eine Individualbefragung von während der letzten fünf Jahre nicht weiterbildungsaktiven Personen. Zusätzlich wurde eine internationale Maßnahmenanalyse zum Thema Weiterbildungsbeteiligung „älterer“ ArbeitnehmerInnen durchgeführt (Literaturreview).

Ergebnisse

Folgende stilisierte Fakten zur Weiterbildungsbeteiligung älterer Personen/ArbeitnehmerInnen zeigen sich aus einer internationalen Metaperspektive: • Sinkende Weiterbildungsbeteiligungsquoten mit fortschreitendem Alter • Relativ ausgeprägte Unterschiede Länderunterschiede • Beteiligung an formaler Weiterbildung ist in allen Ländern bei älteren Personen deutlich „unwichtiger“ als non-formale Weiterbildung bzw. informelles Lernen. Bemerkenswerterweise können „klassische“ Einflussgrößen wie sozio-demografischer Hintergrund oder betriebliches Umfeld/Branchenzugehörigkeit nur einen vergleichsweise geringen Prozentsatz der beobachtbaren Variation im Weiterbildungsverhalten der ArbeitnehmerInnen erklären. Und auch das chronologische Alter ist für sich selbst genommen, keine wirklich erklärende Variable. Kenntnisse und Wissen infolge informellen Lernens, die Qualifikationsanforderungen im Beruf, das betriebliche Umfeld (insbesondere die Einstellung und Angebote seitens des Arbeitgebers gegenüber der Weiterbildung älterer Beschäftigter) und auch die persönlichen biografischen Erfahrungen (im Beruf, mit Weiterbildung) intervenieren offenbar in einer komplexen Weise mit dem chronologischen Alter. Simple stereotype Zuschreibungen (bspw. zur Lernfähigkeit „älterer“ Personen) gehen daher am Kern vorbei und tragen wenig zum Verständnis des – auf der Metaebene beobachtbaren – Rückgangs der Weiterbildungsbeteiligung älterer ArbeitnehmerInnen bei. Lediglich für den unmittelbaren Zeitraum vor der Pensionierung kann ein deutlicher Rückgang des Interesses sowie der wahrgenommenen Notwendigkeit beruflicher Weiterbildung beobachtet werden.

Erhebungstechniken und Auswahlverfahren
Zur Analyse der Weiterbildungsaktivitäten älterer ArbeitnehmerInnen wurden diverse Datenund
Informationsquellen herangezogen. Dies begründet sich aus der Tatsache, dass jeder
Datensatz nur gewisse Informationen bereitstellt. Als Kerngerüst der empirischen Analysen
wurde das Mikrozensus 2003 ad-hoc-Modul „Lebenslanges Lernen“ verwendet. Es stellt die
rezenteste und vom Stichprobenumfang breiteste Datenbasis zum Thema Weiterbildung dar.
Zusatzinformationen konnten auch aus drei ibw-Primärerhebungen aus dem Frühjahr/Sommer
2008 gezogen werden. Dabei handelt es sich um eine WIFI-KursteilnehmerInnen-Befragung
(die insbesondere auf Nutzenaspekte beruflicher Weiterbildung abzielte), eine ibw-
Unternehmensbefragung zum Thema „ältere“ Beschäftigte und um eine Individualbefragung
von während der letzten fünf Jahre nicht weiterbildungsaktiven Personen.
Publikationen (+ link zum OBV)
  • Schmid Kurt, Kailer Norbert: Weiterbildung älterer ArbeitnehmerInnen, ibw-AMS-Studie, Hrsg. AMS Ö, Wien 2008
Hauptkategorie(n)Bildungswesen (Themenfeld)
Wirtschaftliches Umfeld
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