Beginnjahr 2014 Abschlussjahr 2017

Institutionen

durchführende Institutionen übergeordnete/aktuelle Institutionen finanzierende Institutionen

Personen

ProjektleiterInnen MitarbeiterInnen
Ländercode Österreich Sprachcode Deutsch
Schlagwörter Deutschsoziale Einbettung, kognitive Prozesse, Komplexität
Abstrakt

Kurzbeschreibung: Das Verständnis um die Komplexität kognitiver Prozesse und das Anerkennen der situativen Einbettung derselben in den kognitionswissenschaftlichen Ansätzen der verteilten und situativen Kognition bilden wichtige Grundlagen für das vorliegende Forschungsvorhaben. Das Ziel des Projektes ist es, die kognitiven Vorgänge im Übersetzungsprozess unter Berücksichtigung der technologischen und sozialen Einbettung der involvierten ÜbersetzerInnen in ihren realen Arbeitsumgebungen zu erforschen. Zu diesem Zweck wird der Fokus der Untersuchung zum einen auf die situativen kognitiven Vorgänge, die in Übersetzungsprozessen zu finden sind, und zum anderen auf die Interaktionen der ÜbersetzerInnen mit den für einen Übersetzungsauftrag relevanten AkteurInnen und Artefakten gelegt. Das übergeordnete Ziel der Untersuchung ist es, die etablierte Tradition der experimentellen Translationsprozessforschung mit einem ethnographischen Ansatz zu ergänzen, um die ökologische Validität der Ergebnisse zu fördern und den Objektbereich der Prozessforschung zu erweitern. Eine derartige Erweiterung des Objektbereiches stellt Übersetzung als eine soziokognitive, verkörperte Interaktion zwischen Menschen und Artefakten dar. Die in der kognitiven Ethnographie zu erstellenden detaillierten Beschreibungen der Prozesse und AkteurInnen sollen ein umfassendes und nuanciertes Bild der einzelnen Fälle zeichnen, welche aufeinander bezogen werden. Die Datenerhebung erfolgt mittels teilnehmender Beobachtung und semistrukturierten ExpertInneninterviews. Insgesamt werden 4 Beobachtungen zu je 10 Werktagen von zwei ForscherInnen in unterschiedlichen, realen Arbeitssettings (etwa Übersetzungsbüro, Übersetzungsabteilung, selbstständige/r ÜbersetzerIn) durchgeführt, um die Interaktionen mit verschiedenen AkteurInnen und Artefakten über den gesamten Übersetzungsprozess hinweg zu erfassen. Die qualitative Datenauswertung wird durch die Entwicklung geeigneter Prozess- und Netzwerkvisualisierungen ergänzt.

Hauptkategorie(n)Bildungsinhalt (Themenfeld)
Bildungstheorie (Themenfeld)
Lehren und Lernen (Prozesse und Methoden)
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